Gesundheitstipps für Diabetiker


15.6.2019, Diabetes: Gemeinsam stark durch Selbsthilfe

Selbsthilfe hat für viele ein etwas angestaubtes Image; unweigerlich denkt man an Stuhlkreise. Doch Selbsthilfeorganisationen gerade im Bereich Diabetes bieten viel mehr. Die Neue Apotheken Illustrierte informiert in ihrer aktuellen Ausgabe, inwiefern Mitglieder von einer Selbsthilfeorganisation profitieren.
Selbsthilfeorganisationen bieten eine Menge Vorteile. „Unser Ziel besteht darin, die Lebensqualität der Betroffenen selbst und ihrer Familien zu verbessern, über die Erkrankung aufzuklären und politisch an Entscheidungen im Gesundheitswesen mitzuwirken.“ So fasst Judith Krämer, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), die Motivation zusammen. Ähnliche Ziele verfolgen auch andere Selbsthilfe-Dachverbände in Deutschland.
Viele Informationen, die Selbsthilfeorganisationen bereitstellen, lassen sich auch ohne Mitgliedschaft nutzen, gerade im Internet. Aber das ist nur ein kleiner Teil des Angebots. „Eine Vollmitgliedschaft bietet beispielsweise ein Anrecht auf Rechtsberatung, Rabatte auf Diabetes-Zeitschriften und Anmeldegebühren für Ferienfreizeiten sowie die persönliche Mitgliederbetreuung in den Landesverbänden“, erklärt Krämer.
Schließt man sich einer Selbsthilfegruppe an, spielt in den Gruppentreffen der persönliche Austausch, Hilfestellung und die gegenseitige Motivation eine große Rolle. Menschen mit Diabetes können Gleichgesinnte treffen und erleben, dass sie mit ihrer Erkrankung nicht allein sind. Schon dies hilft oft, mit dem Diabetes besser klarzukommen.
In vielen Gruppen bleiben die Betroffenen nicht nur unter sich. Ein wichtiger Bestanteil der Treffen bilden etwa Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen. Dabei kommen Ärzte und Diabetes-Beraterinnen genauso zu Wort wie Ernährungsberater oder Vertreter aus der Pharmaindustrie.

1.6.2019, Insulin, das Schlüsselhormon

Insulin spielt im Stoffwechsel eine echte Schlüsselrolle. Weil die Bauchspeicheldrüse von Diabetikern kein oder zu wenig Insulin produziert, wird Zucker als Energieträger nicht in die Körperzellen aufgenommen. Die Neue Apotheken Illustrierte bietet in ihrer aktuellen Ausgabe einen anschaulichen Überblick über das Insulin-Zucker-Zusammenspiel.

Wo kommt der Zucker her?

Wer Süßes, Obst, Nudeln oder Brot isst, nimmt Zuckerbausteine auf. Bei stärkehaltigen Lebensmitteln sind diese zu langen Ketten aufgereiht. Bei der Verdauung werden sie im Mund und Dünndarm gespalten, so dass am Ende einzelne Zuckerbausteine wie die Glukose vorliegen.

Warum wird Insulin gebildet?

Nach einer süßen oder stärkehaltigen Mahlzeit landet viel Glukose im Darm und wird ins Blut aufgenommen. Hohe Zuckerkonzentrationen regen die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse an, Insulin zu bilden. Dieses wandert ebenfalls ins Blut. Das Insulin bildet sozusagen den Schlüssel, der dem Blutzucker die Tür zu den Zellen öffnet.

Wie wirkt Insulin?

Im Gehirn bewirkt Insulin, dass man sich satt fühlt. Übrigens ist es das einzige Organ, das das Insulin nicht braucht, um den Zucker aufzunehmen. Bei vielen anderen Körperzellen öffnet das Insulin die Pforten für den Zucker. So sinkt der Blutzuckerspiegel, und die Zellen bekommen Energie. Insulin hat aber noch andere Aufgaben: Es sorgt etwa dafür, dass Muskeln und Leber Zucker speichern. In den Fettzellen regt es an, dass Zucker in Fett umgewandelt wird. So stellt das Hormon sicher, dass auch noch genug Energie da ist, wenn der Mensch gerade nichts isst.

Was ist bei Diabetes anders?

Bei Typ-1-Diabetes bildet die Bauchspeicheldrüse kein Insulin, daher wird es in der Therapie gespritzt. Bei Typ-2-Diabetes produziert der Körper anfangs noch viel Insulin. Die Zellen in Muskeln und Organen reagieren aber nicht mehr ausreichend darauf – Ärzte sprechen von einer Insulinresistenz. Manche Medikamente verbessern die Schlüsselwirkung von Insulin an den Zellen.

1.5.2019, Diabetes ist Typsache

Laut aktuellen Zahlen haben 7,5 Millionen Deutsche Diabetes – aufgeteilt in verschiedene Typen. Typ-2-Diabetes haben dabei die meisten Betroffenen, gefolgt von Typ-1-Diabetes. Was aber ist mit dem kleinen Rest der Erkrankten, die einen sogenannten Typ-3-Diabetes haben? Die Neue Apotheken Illustrierte stellt in ihrer aktuellen Ausgabe diese Untergruppe der Volkskrankheit vor.

Beim Typ-3-Diabetes handelt es sich um keine einheitliche Form der Erkrankung, sondern um acht seltene Untergruppen von Diabetes. Die Ursachen für den Ausbruch der Krankheit sind dabei sehr unterschiedlich. Gendefekte (Typ 3a) können genauso der Grund sein wie eine Vorerkrankung der Bauchspeicheldrüse (Typ 3c), Schädigungen durch Chemikalien (Typ 3e) oder bestimmte Viren (Typ 3f).

Die erhöhten Blutzuckerwerte lassen sich je nach Art durch den Lebensstil, Medikamente oder Insulin einstellen. Diagnose und Therapie gestalten sich oft schwieriger als bei den herkömmlichen Diabetestypen.

15.4.2019, Neuropathie: Schmerz lass‘ nach!

Bei vielen langjährigen Diabetes-Patienten treten Nervenleiden auf. Polyneuropathie nennen dies die Experten. Gewöhnliche Schmerzmittel helfen dann nicht. Welche Maßnahmen eventuell die Nervenschmerzen lindern, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengetragen.

Das A und O im Kampf gegen eine Nervenschädigung bildet ein gut eingestellter Blutzucker. Eine individuell angepasste Diabetestherapie sowie eine gesunde Lebensweise mit Blick auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung tragen dazu bei.

Klassische Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Diclofenac wirken bei Nervenschädigungen nicht. „Es gibt einige Patienten, die sie trotzdem nehmen, um überhaupt etwas zu tun. Aber damit schadet man sich eher, da die Medikamente auch Nebenwirkungen haben“, erklärt Dr. Thomas Cegla, Chefarzt an der Helios Universitätsklinik Wuppertal und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin.

Bei der Therapie gegen Nervenschmerzen arbeiten Mediziner mit anderen Substanzgruppen: etwa mit Medikamenten gegen Epilepsie oder Depressionen oder mit Opiaten. Die Mittel werden mitunter kombiniert und individuell nach einem festen Zeitschema eingenommen. Für die Behandlung braucht es etwas Geduld. „Generell fängt man mit niedrigen Dosierungen an. Das führt dazu, dass es eine Weile dauert, bis die Wirkung einsetzt“, informiert Cegla. „Nach drei Monaten zeigt sich in etwa, ob man auf dem richtigen Weg ist.“

Nicht bei jedem Patienten schlägt die Behandlung gleich gut an. Doch die Schmerzen lassen sich in der Regel um 30 bis 50 Prozent reduzieren. Außerdem gelten auch andere Therapieformen als vielversprechend. „Jeder zweite bis dritte Patient spricht auf spezielle Pflaster mit medizinischem Chili an.“ Das darin enthaltene Capsaicin stimuliert Untereinheiten von Schmerzrezeptoren. Durch die Übererregung der Rezeptoren werden die Nervenenden unempfindlich für Schmerzreize gemacht, erläutert der Schmerzmediziner. Ein weiteres Verfahren, die Transkutane Elektrische Nervenstimulation – kurz TENS –, reizt die Nerven über unterschiedliche Frequenzen und erhält so deren Funktion. Spezielle TENS-Socken bezahlen Krankenkassen in der Regel auf Antrag. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass Vitamin B1 oder dessen Vorstufen das Fortschreiten von Nervenschäden hinauszögern können.

15.3.2019, Plötzlich zuckerkrank – und jetzt?

Typ-2-Diabetes kommt schleichend. Betroffene spüren die hohen Zuckerwerte in der Regel nicht. Wenn der Arzt die Krankheit feststellt, ist das für viele ein Schock. Doch dieser kann auch dabei helfen, aktiv zu werden, informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

„Es ist ganz normal, dass man geschockt ist und den ungebetenen Gast nicht gleich willkommen heißt“, erklärt Psychologe Professor Dr. Bernhard Kulzer vom Diabetes Zentrum Mergentheim. Schließlich handelt es sich bei Typ-2-Diabetes in den meisten Fällen um einen Zufallsbefund. Viele Menschen haben im Vorfeld keinerlei Beschwerden und auf einmal das: Man ist krank.

Dass die Diagnose mit negativen Gefühlen einhergeht, könnte dem Psychologen zufolge sogar Vorteile haben: Emotionen können dabei helfen, etwas anzupacken, etwas zu verändern. So entpuppt sich die Zeit nach der Diagnose oft auch als idealer Zeitpunkt für eine Schulung. Hier bekommt man wichtige Informationen und viele Antworten auf seine Fragen. „Zudem setzt man sich in modernen Schulungen auch emotional mit der Krankheit auseinander“, so der Experte. Etwa mit der Frage: Ist Diabetes eine schlimme oder eine leichte Erkrankung? Wenngleich dies jeder für sich etwas anders einschätzt, macht Psychologe Kulzer Mut: „Immerhin ist Diabetes eine Erkrankung, die ich selbst steuern kann und auf die ich Einfluss habe.“ Wer gleich ein paar Kilogramm abnimmt, habe sogar die Chance, die Krankheit zurückzudrängen.

Doch nicht jeder kann den ersten Schock in Tatendrang umwandeln. Für diese Menschen zählt neben den Informationen und Anregungen, die man in einer Schulung bekommt, laut Kulzer auch das Gespräch mit anderen Betroffenen. „Jede Form des Austauschs über die Erkrankung ist sinnvoll, weil man sich dadurch mit sich und seiner Erkrankung auseinandersetzt“, so der Experte der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Man erfährt, wie andere die Krankheit bewältigen, was ihnen hilft und wie sie sich motivieren können. Auch nach der Schulung gibt es Möglichkeiten zum Austausch – etwa in klassischen Selbsthilfegruppen oder in speziellen Diabetes-Blogs.

1.3.2019, Das bringen Diabetes-Apps

Digitale Blutzuckertagebücher sind im Kommen. Die Neue Apotheken Illustrierte erklärt in ihrer aktuellen Ausgabe, welche Vorteile sie gegenüber herkömmlichen Tagebüchern haben.

Das Blutzuckertagebuch ist die Grundlage für das Arztgespräch, da sich der behandelnde Arzt ein Bild über den Blutzuckerverlauf machen kann. Im Idealfall hilft das Tagebuch auch dem Patienten selbst, die Werte der vergangenen Wochen im Blick zu haben, eventuelle Schwankungen zu erkennen und Schlüsse daraus zu ziehen. Doch das ist nicht ganz einfach.

Hier setzen digitale Tagebücher an, auch Diabetes-Apps genannt. „Darin sind die Werte für Laien viel besser aufbereitet“, berichtet Diabetesberaterin Dr. Astrid Tombek von der Diabetesklinik Bad Mergentheim. „Die Blutzuckertabelle ist meistens farblich dargestellt: die guten Werte in grün, Unterzucker meistens rot, Überzucker kann beispielsweise gelb sein. Da lässt sich auf einen Blick der Blutzuckerverlauf erkennen.“

Vielen Diabetikern fällt es so leichter, mit dem großen Wust an Daten umzugehen. Und dies kann sich sogar positiv auf den Blutzuckerwert auswirken. Denn Studien zeigen, dass sich der Langzeitblutzuckerwert HbA1c verbessert, wenn jemand seine Werte dokumentiert. „Dabei ist es zwar grundsätzlich egal, ob dies in Papierform oder digital erfolgt“, so Tombek, „doch das Digitale ist leichter und übersichtlicher. Der Diabetiker kann sich damit befassen, Zusatzinformationen eingeben und selbst besser das Problem eingrenzen.“

Wer so beispielsweise ganz leicht erkennt, dass die morgendlichen Nüchternwerte besonders nach dem Spieleabend zuvor mit vielen Knabbereien eher schlecht waren, kann seinen Arzt beim nächsten Gespräch gezielt darauf ansprechen. „So zeigt sich eine Therapie am effektivsten“, betont die Fachfrau.

Bei manchen Apps lassen sich sogar zusätzliche Fotos von der Mahlzeit hochladen. „Das ist praktisch, denn so kann die Diabetesberaterin im Nachhinein prüfen, ob der Diabetiker die Kohlehydrateinheiten richtig einschätzt.“

15.2.2019, Alles über Süßstoffe

Sie schmecken süß und liefern fast keine Kalorien. Eigentlich ideal für Diabetiker. Doch Süßstoffe geraten immer wieder in die Kritik. Wie gut oder schlecht sind sie wirklich? Die Neue Apotheken Illustrierte hat die Pros und Contras in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengetragen.

Die in Europa derzeit zugelassenen Süßstoffe, elf an der Zahl, gelten als gesundheitlich unbedenklich. Derzeit sorgt ein EU-Programm zur Neubewertung aller Lebensmittelzusatzstoffe dafür, dass alle Süßstoffe außer Aspartam bis Ende 2020 von Expertengremien untersucht werden. Aspartam hat die Neubewertung bereits hinter sich und gilt als sicher.

Neben der Sicherheits-Diskussion wird Süßstoffen immer wieder zur Last gelegt, nicht etwa die schlanke Linie zu unterstützen, sondern gar dick zu machen. Doch nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und anderer Fachgesellschaften gibt es keine wissenschaftlichen Beweise für einen dickmachenden Effekt von Süßstoffen. Diabetiker und gesunde Menschen dürfen ohne Sorge hin und wieder auf mit ihnen gesüßte Lebensmittel zurückgreifen. Gerade mit Diät-Softdrinks lassen sich viele Kalorien einsparen.

Doch Vorsicht: Das gelingt nur, wenn man diese nicht anderweitig wieder zu sich nimmt. Denn abnehmen lässt sich natürlich nur, wenn der Mensch insgesamt weniger isst und trinkt als er verbrennt. Davon abgesehen dürfen auch Diabetiker zu echtem Zucker greifen. Von mehr als 50 Gramm am Tag raten Experten jedoch ab.

Klare Sicht: Augenschäden vorbeugen

Hohe Blutzuckerwerte schädigen über die Jahre die feinen Blutgefäße in der Netzhaut des Auges. Das Risiko lässt sich jedoch durch vorbeugende Maßnahmen senken. Die Neue Apotheken Illustrierte erklärt in ihrer aktuellen Ausgabe, was zu tun ist.

Wer sich als Diabetiker um gute Blutzuckerwerte bemüht, betreibt Vorbeugung im besten Sinn. Untersuchungen mit Typ-2-Diabetikern zeigen, dass sich ein Drittel der behandelten Schäden an der Netzhaut verhindern lassen, wenn ein stark erhöhter Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) auf unter 9 Prozent gesenkt wird. Im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt oder Diabetologen lässt sich gemeinsam besprechen, wie man Blutzucker und -druck besser in den Griff bekommt. Auch die Nierenfunktion behält der Arzt im Blick.

Bei einem neu entdeckten Typ-2-Diabetes erfolgt zudem eine direkte Überweisung zum Augenarzt. Dieser befragt den Patienten nach möglichen Beschwerden, kontrolliert die Sehschärfe, untersucht das vordere Auge und schließlich die Netzhaut.

Zeigen sich keine Schäden an der Netzhaut, raten Experten, alle ein bis zwei Jahre zur Kontrolle zum Augenarzt zu gehen. Entscheidend ist, ob weitere Risikofaktoren wie hohe Blutzucker- oder Blutdruckwerte vorliegen.

Ist die Netzhaut bereits angegriffen, heißt es, die Augen mindestens einmal im Jahr kontrollieren zu lassen. Die Häufigkeit der Kontrollen muss man im Einzelfall mit dem Arzt besprechen. Eine rechtzeitige Behandlung kann bei bis zu 50 Prozent der Betroffenen verhindern, dass Schäden spürbar fortschreiten.

Vorsätze endlich durchhalten

Gute Vorsätze lassen sich schnell fassen. Aber wie erreicht man die neu gesteckten Ziele? Dr. Berthold Maier, Diplom-Psychologe am Diabetes-Zentrum Mergentheim, gibt in der der Neuen Apotheken Illustrierten wertvolle Tipps.

In sich hineinhören: Fassen Sie sich Ziele, die Sie sich zutrauen und bei denen Sie optimistisch sind, dass Sie diese auch erreichen können. Ein Vorhaben, das für einen persönlich keine so große Rolle spielt, nimmt man womöglich gar nicht in Angriff.
Realistische Ziele stecken: Viele Diabetiker nehmen sich etwa vor, ihren HbA1c-Wert zu verbessern. Dann ist es sinnvoll, den behandelnden Arzt um eine realistische Einschätzung zu bitten. Geht es um eine Gewichtsabnahme, sollte man sich klar machen: Was sich über Jahre aufgebaut hat, verschwindet nicht von heute auf morgen. Ein erstes mögliches Ziel wäre, dass die Gewichtskurve nicht weiter nach oben geht und man sein Gewicht hält. Eine Gewichtsabnahme von einem halben bis einem Kilo pro Monat ist realistisch.
Fortschritte protokollieren: Menschen möchten, wenn sie etwas aufschreiben, gerne etwas Positives eintragen. Allein das Protokollieren kann dazu führen, dass sich beispielsweise das Essverhalten verbessert.
Rückschläge einkalkulieren: Viele gute Vorsätze schlafen irgendwann ein oder man erleidet sogar Rückschläge. Wer sich schon vorab damit vertraut macht, besitzt nachgewiesenermaßen ein besseres Durchhaltevermögen und kann sich Strategien zurechtlegen, wie man mit Rückschlägen umgeht.
Mitstreiter suchen: Vielen Menschen fällt es leichter, ein Ziel zu erreichen, wenn sie sich zusammentun. Das gilt für alle Lebensbereiche und geht beispielsweise per Smartphone durch eine Chat-Gruppe oder im Fall des Diabetes in einer klassischen Selbsthilfegruppe. Menschen, die lieber mit sich allein sind, hilft oft eine Vertrauensperson, der sie von ihren Zielen erzählen. Allein zu wissen, dass jemand nachfragt, spornt an, weiterhin am Ball zu bleiben.

Als Diabetiker unbeschwert genießen

Alkohol ist für Diabetiker heutzutage kein Tabu mehr. Es kommt allerdings auf die Menge an. Ein paar Faustregeln helfen zusätzlich, dass der Blutzucker unter Kontrolle bleibt. Die Neue Apotheken Illustrierte stellt die wichtigsten Regeln vor, um die Unterzuckerungsgefahr im Zaum zu halten.

Gut dosieren: Als Faustregel gelten Pro Tag für Frauen ein kleines Standardglas, für Männer zwei Gläser eines alkoholischen Getränks als unproblematisch. Dem Standard entspricht ein Glas von 300 Millilitern, bei Wein eines von 125 ml, beim Apfelwein oder Most von 250 ml. Das ergibt pro Glas eine tägliche Alkoholmenge von 12 Gramm bei Frauen beziehungsweise 24 Gramm bei Männern, wenn Letztere jeweils zwei Gläser trinken. Grundsätzlich aber sollte man nicht täglich trinken, sondern alkoholfreie Tage einlegen. Und gerade bei Diabetes ist es sehr ratsam, wenn Alkoholkonsum nur ausnahmsweise erfolgt.

Richtig wählen: Trockene Wein- und Sektsorten sowie normales Bier bevorzugen. Lieblicher Wein, Liköre oder Cocktails enthalten zusätzlich viele Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe treiben. Auch in alkoholfreiem Bier stecken sehr viele Kohlenhydrate. Es eignet sich nicht als Alternative für Diabetiker.

Zwischendurch essen: Am besten zum Getränk eine Kleinigkeit essen. Gut sind Kohlenhydrate, die langsam ins Blut übergehen und so einer späteren Unterzuckerung entgegenwirken. Das kann ein belegtes Brot sein, aber auch Vollkornknäckebrot zum Knabbern schmeckt gut.

Für die Nacht vorsorgen: Für Diabetiker, die Insulin spritzen, empfiehlt es sich, mit einem etwas erhöhten Blutzuckerwert zu Bett zu gehen. Wenn es mehr Alkohol war, können es 180 bis 200 mg/dl sein.

Wenn die Haut bei Diabetes leidet

Diabetes ist auch Hautsache: 80 Prozent der Diabetiker haben Probleme mit ihrer Haut. Meist handelt es sich dabei um trockene Haut und sich daraus ergebende Beschwerden. Doch auch Pigmentstörungen und Hautverdickungen sind im Bereich des Möglichen. Die Neue Apotheken Illustrierte gibt in ihrer aktuellen Ausgabe einen Überblick.

Die meisten Diabetiker haben eine trockene Haut. Grund ist ein gestörter Hydrolipidfilm der Haut. Dadurch ist der transepidermale Wasserverlust erhöht, Kittsubstanzen zwischen den Hautzellen werden spröder. Bei trockener und rissiger Haut entstehen leichter kleine Verletzungen, die eine ideale Eintrittspforte für Erreger jeder Art darstellen. Da zu hohe Blutzuckerwerte auf Dauer auch die Blutgefäße schädigen, die die Haut versorgen, funktioniert die körpereigene Abwehr teilweise weniger effektiv als bei Stoffwechselgesunden. So breiten sich Erreger leichter aus und es kommt häufiger zu Pilz- und bakteriellen Infektionen.

Rund die Hälfte aller Menschen mit Diabetes bekommt im Laufe der Zeit eine sogenannte diabetische Dermopathie. Hierbei zeigen sich bevorzugt an den Schienbeinen, aber zum Teil auch an Unterarmen oder Füßen bräunlich verfärbte Hautstellen. Diese schmerzen nicht und brauchen auch keine spezielle Behandlung. Als Grund für die Hautveränderung gelten zu hohe Blutzuckerwerte, die unter anderem Schädigungen an den Blutgefäßen verursachen. Bei einem besser eingestellten Blutzucker verbessert sich mitunter das Erscheinungsbild.

Bei bis zu 90 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes entwickelt sich eine sogenannte Pseudoaconthosis nigricans. Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich eine bräunliche Verfärbung und Verdickung der Haut an Achseln, Leiste oder Nacken. Experten vermuten, dass die Insulinresistenz zu diesen Veränderungen führt. Treten keine weiteren Beschwerden auf, muss man die Haut nicht behandeln. Manchmal schmerzen, nässen oder stören die Stellen jedoch. Dann kann der Arzt eine Salicylsäure-haltige Vaseline-Creme verschreiben.

1.11.2018, Blutzuckerkontrolle auf neuem Niveau

Eine funktionierende Bauchspeicheldrüse? Für Typ-1-Diabetiker eine traumhafte Vorstellung. Ein neues System, genannt Hybrid-Closed-Loop-System, vereint die kontinuierliche Blutzuckermessung und bedarfsgerechte Insulinversorgung und könnte diesen Traum für viele Typ-1-Diabetiker in Europa und vielleicht auch in Deutschland bald ein Stück wahr werden lassen. Wie hier der Stand der Dinge ist, berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

Hybrid-Closed-Loop-System bezeichnet eine technische Neuerung, an der Wissenschaftler jahrzehntelang gearbeitet haben. Frei übersetzt und basierend auf seiner Funktionsweise bedeutet Hybrid-Closed-Loop-System nicht anderes als „künstliche Bauchspeicheldrüse“. Was im gesunden Organ über komplizierte biochemische Prozesse vonstattengeht, übernehmen in diesem System hochmoderne Computer im Miniformat.

Tatsächlich ahmt die fortschrittliche Technologie - ausgestattet mit einem Sensor zur kontinuierlichen Blutzuckerüberwachung, einer Pumpe für die bedarfsgerechte Insulinfreisetzung und einem Blutzuckermessgerät zur Kalibrierung des Gerätes – die grundlegenden Aufgaben des natürlichen Organs nach. Via Funk kommunizieren die einzelnen Systemteile miteinander. Nur eines kann das System noch nicht: Das Insulin direkt zur Mahlzeit automatisch anzupassen. Hier muss der Nutzer das System noch selbst aktivieren.

Typ-1-Diabetiker in den USA konnten sich bereits im Sommer 2017 über die Zulassung des Medizingerätes durch die dortige Zulassungsbehörde FDA freuen. Seit Juni dieses Jahres hat das Hybrid-Closed-Loop-System ein CE-Kennzeichen in Europa erhalten. Diese Kennzeichnung dokumentiert, dass ein Produkt den grundsätzlichen Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen der Europäischen Union genügt. Das sagt allerdings nichts über die Zulassung des Medizinprodukts in den einzelnen europäischen Ländern aus, denn jeder Staat hat seine eigenen Zulassungsregularien. Und die gestalten sich gerade in Deutschland kompliziert und meist langwierig.

15.10.2018, Blutzucker messen, ohne zu stechen

Bereits seit einigen Jahren können Diabetiker ohne Blutabnahme ihren Zuckerwert messen. Für wen sich kontinuierliche Zuckermessgeräte eignen und wo die Unterschiede von CGM und FGM liegen, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer Ausgabe vom 15.10.2018 zusammengefasst.

Geräte zur kontinuierlichen Blutzuckermessung bieten sich an, wenn die Blutzuckerverläufe sehr instabil sind und wenn es häufiger zu Unterzuckerungen kommt. Diese Systeme bieten pro Tag eine Vielzahl von Messwerten, die elektronisch ausgewertet, noch bessere Therapiemöglichkeiten bieten. Seit September 2016 gehören rtCGM-Systeme (real-time-continuous glucose monitoring) unter bestimmten Voraussetzungen zur Regelleistung gesetzlicher Krankenkassen. Sogenannte FGM-Systeme (flash glucose monitoring) gelten als „Satzungsleistung“, das heißt, Krankenkassen können diese als freiwillige Leistung zur Verfügung stellen.

Bei beiden Geräten misst ein Sensor kontinuierlich die Blutzuckerwerte im Unterhautfettgewebe. Dieser lässt sich am Oberarm oder im Falle von rtCGM auch am Bauch oder im Gesäßbereich platzieren. Die Sensoren müssen in der Regel alle sechs bis 14 Tage erneuert werden. Außerdem gibt es ein rtCGM-Gerät, das mit einem Sensor arbeitet, den man unter die Haut setzt und der dort bis zu sechs Monate verbleibt. Beim Deuten der Werte gilt es zu berücksichtigen, dass das Gerät nicht den Zucker im Blut, sondern den Gewebszucker bestimmt. Dieser hinkt dem Blutzuckerwert in der Regel etwa fünf bis zehn Minuten hinterher. In einer Schulung lernen Anwender alles Nötige zum sicheren Einsatz.

Zu den großen Unterschieden zwischen den beiden Systemen gehört, dass man beim FGM-Gerät aktiv die Werte abliest. Dazu genügt es, ein entsprechendes Lesegerät über den Sensor am Arm zu halten. rtCGM-Geräte senden die Messwerte dagegen eigenständig auf das Empfangsgerät. Registriert ein rtCGM-Gerät Über- oder Unterzuckerzucker schlägt es automatisch Alarm, indem es piepst oder vibriert. Eine wertvolle Hilfe besonders für Menschen, die niedrige Blutzuckerwerte schlecht wahrnehmen. Auch nächtliche Unterzuckerungen verminderten sich um mehr als die Hälfte. Auch FGM-Geräte konnten ihren Vorteil gegenüber der herkömmlichen Blutzuckermessung schon unter Beweis stellen.

15.9.2018, Diabetikerfüße richtig pflegen

Die Füße von Diabetikern sind oft schlecht durchblutet oder reagieren durch Nervenschäden weniger empfindsam. Damit sie möglichst lange gesund bleiben, empfiehlt sich eine sorgsame Pflege. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe die wichtigsten Utensilien für die Pediküre von Diabetikerfüßen zusammengestellt.

Badethermometer: Die Füße täglich für zwei bis drei Minuten mit lauwarmem Seifenwasser waschen. Wer die Temperatur nicht gut einschätzen kann, verwendet am besten ein Badethermometer. Eine verträgliche Temperatur liegt etwa bei 35 Grad Celsius.

Weiches Handtuch: Die Füße damit sanft und auch zwischen den Zehen gut abtrocknen.

Feile und Bimsstein: Die Nägel mindestens einmal pro Woche gerade feilen, keine spitzen Nagelscheren verwenden. Mit einem Bimsstein lässt sich überschüssige Hornhaut vorsichtig entfernen.

Creme: Spezielle Fußpflegeprodukte für Diabetiker aus der Apotheke, die zehn Prozent Harnstoff enthalten, halten die Haut geschmeidig und vermeiden Risse. Je trockener die Haut, desto häufiger die Füße eincremen. Einmal täglich mindestens.

Kleiner Handspiegel: Kontrollieren Sie damit die Füße täglich, um Verletzungen, Druckstellen oder Infektionen rechtzeitig zu erkennen. Bei Verletzungen empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen.

Die Rolle der Hormone

Dass das Hormon Insulin den Blutzuckerspiegel steuert, wissen Diabetiker. Weniger jedoch, dass auch andere Botenstoffe diesen beeinflussen. Die Neue Apotheken Illustrierte vom 15. August 2018 stellt viele der Hormone vor, die helfen, den Blutzucker zu steuern.

Glukagon entsteht wie Insulin in der Bauchspeicheldrüse. Es verteilt sich über das Blut im Körper. Glukagon regelt als Gegenspieler von Insulin den Blutzuckerspiegel mit. Es verstärkt den Abbau von Glykogen zu Glukose. Außerdem sorgt es dafür, dass der Körper mehr Zucker aus anderen Energieträgern wie Fetten oder Eiweißen erzeugt.

Adrenalin stammt aus der Nebenniere. Das »Stresshormon« wirkt aufputschend im ganzen Körper. Es versucht, dem Körper möglichst viel Energie zur Verfügung zu stellen. Adrenalin sorgt dafür, dass die Leber Zucker freisetzt und im Blut bereitstellt.

Kortisol wird ebenfalls in den Nebennieren gebildet. Seine Hauptaufgabe ist vermutlich, Entzündungen zu unterdrücken. Doch es beeinflusst in vielerlei Hinsicht den Blutzuckerspiegel. Erstens fördert es die Bildung von Glukose. Zweitens wirkt es auf andere Hormone, die die Empfindlichkeit des Körpers für Insulin absenken, und es reduziert drittens dessen Produktion. Im Gegenzug schüttet der Körper mehr Glukagon aus. Diese Mehrfachwirkung macht Medikamente, die mit Kortison verwandte Stoffe enthalten, zu einem Risikofaktor für den Zuckerstoffwechsel. Für Menschen, die bereits an Diabetes leiden, stellt Kortisol selbst gelegentlich ein Problem dar, weil sich dessen Ausschüttung – und damit auch der Zuckerspiegel – im Tagesablauf verändert.

Das Wachstumshormon Somatropin, bei Kindern für das Körperwachstum und bei Erwachsenen für den Muskelauf- und den Fettabbau verantwortlich, ist an der Regulation des Blutzuckerspiegels beteiligt. Da der Organismus sowohl Kortisol als auch Somatropin bevorzugt in der Nacht bildet, stellen viele Menschen am frühen Morgen einen hohen Blutzuckerspiegel fest.

Trijodthyronin und Thyroxin stammen aus der Schilddrüse. Sie verändern den Energiestoffwechsel, etwa indem sie die Ausschüttung von Insulin abschwächen.

Keine Lust auf Zucker

Diabetes hört nicht einfach auf – jeden Tag gilt es, sich neu um seine Blutzuckerwerte zu kümmern. Doch es gibt Zeiten, in denen das schwerfällt. Dr. Berthold Maier, Diplom-Psychologe am Diabetes Zentrum Mergentheim, gibt in der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. August 2018 Tipps, wie man sich wieder aufrafft und neu motiviert.

»Ein erster Schritt ist es, selbst zu merken, dass etwas nicht stimmt. Dann kann es helfen, sich einer vertrauten Person mitzuteilen. Es ist eine Möglichkeit, seine aktuelle Situation zu sortieren«, erklärt Maier. Wer herausfindet, was momentan die größten Motivationskiller sind, dem fällt es leichter, etwas an der Situation zu ändern. Oft helfe schon ein fester Rhythmus für Mahlzeiten oder ein Raster für Blutzuckermessungen, weiß der Experte. Zum Beispiel: Gewohnheitsmäßig immer dann messen, wenn man mit einer Mahlzeit beginnt oder wenn man sich hinters Steuer setzt.

Sind es keine äußeren Faktoren, sondern der Diabetes selbst, der belastet, ist es wichtig, sich dies bewusst zu machen. Ist die Therapie schwierig umzusetzen? Ist man wegen der schlechten Werte frustriert? Oder stecken andere Gründe dahinter? »Auch schon eine kurze schlechte Phase, Niedergeschlagenheit oder Ängste können das Therapieverhalten negativ beeinflussen«, betont der Diplom-Psychologe. Denn dies führt oft dazu, dass Diabetiker nicht mehr genug auf ihre Medikamenten- oder Insulineinnahme achten oder nur noch das Nötigste tun. Und das bringt die Blutzuckerwerte durcheinander.

Eine erste Anlaufstelle kann der Hausarzt oder der behandelnde Diabetologe sein. »Ich empfehle, Ärzte oder Diabetesberater auf Probleme anzusprechen. Gemeinsam kann man beispielsweise überlegen, ob sich die Therapie vereinfachen lässt«, so Maier. »Oft bekommt der Patient auch häufigere Termine und mehr Unterstützung, um die Entwicklung weiterzuverfolgen.« Auch eine Nachschulung kann helfen. Diese wird mittlerweile von vielen Krankenkassen bezahlt. Hier werden alltägliche Probleme mit der Therapie und entsprechende Lösungen besprochen. Der Austausch mit anderen kann zusätzlich motivieren und gibt das Gefühl, mit den Problemen nicht allein zu sein.

15.7.2018, Gut reisen mit Diabetes

Jeder Urlaub will gut geplant sein. Das gilt mehr noch für Diabetiker - denn sie müssen an mehr Dinge denken. Deshalb lohnt eine detaillierte Planung. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer Ausgabe vom 15. Juli 2018 wichtige Tipps für Vorbereitung, Fahrt und Urlaub zusammengestellt.

Vor der Reise: Der rechtzeitige Besuch beim behandelnden Arzt steht ganz oben. Dieser kann Rezepte über ausreichend Medikamente, Insulin oder Teststreifen ausstellen. Tipp: Etwa doppelt so viel wie sonst üblich einplanen. Für Notfälle und um Probleme beim Zoll zu vermeiden, immer einen Diabetikerausweis in der jeweiligen Landessprache und eine „Ärztliche Bescheinigung für Flugreisen und Grenzkontrollen“ einpacken. Mit Letzterer lassen sich Insulin und andere nötige Medikamente problemlos einführen. Beim Arzt Impfstatus und eventuelle Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel besprechen. Beim Flug über mehrere Zeitzonen muss die Insulintherapie angepasst werden.

Während der Reise: Wer beim Autofahren selbst am Steuer sitzt, muss seinen Blutzucker besonders gut im Blick behalten. Denn Unterzucker kann die Fahrtauglichkeit einschränken. Das gilt besonders für Diabetiker, die Insulin spritzen oder Sulfonylharnstoffpräparate einnehmen. Dann heißt es, vor der Fahrt den Blutzucker zu messen und dies etwa alle zwei Stunden bei einer kleinen Pause zu wiederholen. Not-BE in Form von Traubenzucker, Banane oder Softdrink gehören griffbereit ins Handschuhfach. Eine gute Dokumentation der Werte kann im Falle eines Unfalls helfen, rechtliche Schwierigkeiten zu vermeiden. Wer fliegt, packt das Messgerät sowie alle nötigen Medikamente in ausreichender Menge unbedingt ins Handgepäck. Bei Bordmahlzeiten erst spritzen, wenn das Essen am Platz ist. Denn unvorhergesehene Turbulenzen können die Essensausgabe verzögern.

Im Urlaub: Medikamente auf Reisen in südliche Länder vor direkter Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen schützen. Insulin in einer Kühltasche aufbewahren, aber ohne direkten Kontakt mit dem Kühlakku! Ein Geschirrtuch ist ein guter Puffer. Hitze hat Einfluss auf den Blutzucker: Deshalb im Urlaub öfter messen und die Therapie entsprechend anpassen. Zu viel Alkohol erhöht die Unterzuckerungsgefahr: Für insulinpflichtige Diabetiker empfiehlt es sich, nach einem feucht-fröhlichen Abend mit einem höheren Blutzucker von etwa 180 bis 200 mg/dl zu Bett zu gehen.

15.5.2018, Diabetes in Zahlen

Die Zuckerkrankheit betrifft viele. Aber wie viele sind es genau? Welche Kosten entstehen durch Diabetes und wie häufig kommen Folgeerkrankungen vor? Die Neue Apotheken Illustrierte vom 15. Mai 2018 hat interessante Zahlen zusammengetragen.

6,5 Millionen Menschen haben hierzulande Diabetes. Das bedeutet Platz zwei in Europa. Jedes Jahr erkranken rund weitere 500 000 Menschen. Experten gehen außerdem davon aus, dass zwei Millionen Diabetiker von ihrer Krankheit noch gar nichts wissen.

Dabei weisen 95 Prozent aller Diabetiker laut aktuellem Diabetesbericht einen Typ-2-Diabetes auf. Diese Form tritt in der Regel bei älteren Menschen auf. Viele Betroffene wiegen zu viel und reagieren nicht mehr ausreichend auf das körpereigene Insulin. Typ-1-Diabetes, der auf eine Autoimmunerkrankung der Bauchspeicheldrüse zurückgeht, und weitere Untertypen gibt es deutlich seltener. Allerdings gehen manche Experten davon aus, dass gerade Diabetes vom Typ-3c unterschätzt wird. Diese Diabetesform entsteht durch eine Erkrankung oder Verletzung der Bauchspeicheldrüse. Sie könnte sogar häufiger vorkommen als Typ-1-Diabetes.

Jeder zehnte Euro der deutschen Gesundheitsausgaben fließt in die direkten medizinischen Kosten zur Therapie des Typ-2-Diabetes. Insgesamt liegen die Kosten, die mit Diabetes in Zusammenhang stehen, bei 16,1 Milliarden Euro.

Zwischen zwei bis zehn Prozent der Diabetiker bekommen durch die Erkrankung spezielle Fußprobleme, auch diabetisches Fußsyndrom genannt. Durch nicht korrekte Behandlung kommt es dann im Extremfall zu einer Amputation. Das ist in Deutschland rund 8500 Mal pro Jahr erforderlich. Auch die Augen nehmen durch dauerhaft zu hohe Blutzuckerwerte Schaden. 20 Prozent der Diabetiker weisen schon im Anfangsstadium Netzhautschäden auf. Diese Retinopathie genannte Diabetesfolge sollte dringend behandelt werden, damit das Augenlicht erhalten bleibt.

Diäten im Check

Typ-2-Diabetiker kämpfen häufig gegen zu viel Gewicht an. Wie lässt sich am besten erfolgreich abnehmen? Die Neue Apotheken Illustrierte nimmt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. April 2018 beliebte und trendige Diät-Formen unter die Lupe.

Paleo- oder Steinzeit-Diät
Low-Carb-Diät
Crash-Diät
Formula-Diät

Die Prinzipien, nach denen diese vier Diät-Formen funktionieren, werden ausführlich vorgestellt. In einer Bewertung erklärt Diplom-Oecotrophologin und Redakteurin Katrin Faßnacht-Lee ausführlich, für wen die jeweilige Diät geeignet ist und wer lieber eine andere Variante wählen sollte.

So orientiert sich etwa die Paleodiät an der Ernährungsweise, die Menschen in der Steinzeit pflegten – noch bevor es Ackerbau und Viehzucht gab. Anhänger begründen die Sinnhaftigkeit damit, dass sich das Erbgut des Menschen seitdem kaum verändert hat. Die Befürworter nehmen an, dass die damalige Ernährung auch heute noch »artgerecht« für den Menschen ist. Bei der Paleodiät kommen kaum Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Milchprodukte auf den Tisch. Auch stark verarbeitete Lebensmittel wie Zucker, pflanzliche Öle, Margarine oder Fast Food lehnen Paleo-Befürworter ab. Obst, Gemüse, Nüsse, Eier, Fisch und Fleisch stehen regelmäßig auf dem Speiseplan.

Die Steinzeitküche empfiehlt viel saisonales Obst und Gemüse. Auch der Verzicht auf Zucker und verarbeitete Lebensmittel bedeutet einen Pluspunkt. Abnehmen lässt sich mit der Diät anfangs sicherlich. Allerdings muss man auf viele Lebensmittel verzichten, wodurch sich die Diät im Alltag schwer umsetzen lässt. Es besteht die Gefahr, wieder in alte Muster zurückzufallen. Aus Mangel an Alternativen ist die Ernährung oft fleischlastig. Gerade rotes Fleisch erhöht jedoch das Krebsrisiko. Bestehen keine Allergien oder andere Probleme mit Nahrungsmitteln, ist es aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht nötig, auf Getreideprodukte, Milch oder Hülsenfrüchte zu verzichten.

1.4.2018, Diabetes-Mythen abgeklärt

Um die Zuckerkrankheit ranken sich einige Ammenmärchen und Halbwahrheiten. Die Neue Apotheken Illustrierte klärt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. April 2018 auf, was an manchen Aussagen dran ist und was nicht. Der interessierte Leser erfährt etwa Folgendes:

Diabetes bekommen nur alte Menschen –> falsch
Wer zu viel Zucker isst, bekommt Diabetes –> nicht ganz richtig
Wer in der Schwangerschaft Diabetes hatte, erkrankt später wieder daran –> nicht auf jeden Fall
Insulin müssen nur Diabetiker spritzen, die bei ihrer Therapie nachlässig waren –> falsch
Diabetiker müssen streng Diät halten –> falsch
Diabetiker dürfen keinen Sport treiben –> im Gegenteil
Die Zuckerkrankheit spürt man nicht, sie ist daher halb so schlimm. –> falsch

15.1.2018, Diabetes in der Schwangerschaft

Zu hohe Blutzuckerwerte in der Schwangerschaft steigern das spätere Diabetesrisiko der Mutter. Zudem wirken sie sich auch auf das Ungeborene aus. Ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung bringen jedoch bei den meisten Betroffenen die Blutzuckerwerte wieder auf Normniveau, informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. März 2018.

Die Basistherapie dieses sogenannten Gestationsdiabetes besteht aus einer Ernährungsumstellung und vermehrter körperlicher Bewegung. Gleichzeitig muss die Patientin ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren. Dazu ist eine sorgfältige Schulung notwendig. In rund 80 Prozent der Fälle sinken allein durch Änderung des Lebensstils die Blutzuckerwerte wieder in den Normbereich.

Betroffene Schwangere sollten darauf achten, dass der Kohlenhydratanteil der Nahrung etwa bei 50 Prozent liegt – so wie bei einer normalen ausgewogenen Ernährung auch. Die Kohlenhydrate sollten aus Vollkornprodukten, Gemüse und nur hin und wieder Obst kommen. Ein weiterer Grundsatz: Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag eignen sich besser als drei große, denn so lassen sich starke Schwankungen im Blutzuckerprofil vermeiden. Auf zuckerhaltige Getränke wie Cola oder Fruchtsäfte sollten Schwangere möglichst verzichten. Kaffee und Tee können hingegen durchaus in den Speiseplan eingebaut werden, denn in Maßen konsumiert wirken sie sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus.

Erst wenn die Blutzuckerwerte nach rund zwei Wochen nicht die Zielwerte erreicht haben, ist in der Regel eine Insulintherapie unumgänglich. Orale Antidiabetika, also Tabletten gegen erhöhten Blutzucker, sind in der Schwangerschaft nicht zugelassen. Nach der Entbindung normalisieren sich in der Regel zwar die Werte der Mutter wieder, dennoch erhöht sich das Risiko, später an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa ein Drittel der Betroffenen nach der Schwangerschaft in irgendeiner Form ihre Stoffwechselstörungen behalten.

1.3.2018, Wenn das Blut sauer wird

Stark erhöhte Blutzuckerwerte können schwerwiegende Folgen haben. Daher ist es wichtig, die Anzeichen einer aus länger erhöhten Blutzuckerwerten hervorgehenden diabetischen Ketoazidose zu kennen und zu wissen, wie man richtig reagiert. Die Fakten sind zu lesen in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. März 2018.

Besonders Menschen mit Diabetes Typ 1, aber auch insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker laufen Gefahr, aufgrund von Insulinmangel zu hohe Zuckerwerte zu bekommen. Liegen diese dauerhaft über 250 mg/dl, kann der Stoffwechsel entgleisen. Es kommt zur Übersäuerung des Blutes, einer Ketoazidose. Wird diese nicht erkannt, beziehungsweise rechtzeitig behandelt, können Betroffene ins Koma fallen und im Extremfall daran sogar versterben.

Deshalb ist es wichtig, erste Anzeichen einer Ketoazidose zu erkennen, um darauf reagieren zu können. Diabetiker sollten beim Blutzuckermessen aufmerksam sein, wenn der Wert nicht unter 250 mg/dl sinkt. Bei Infekten empfiehlt es sich außerdem, häufiger den Blutzucker zu messen. Weitere Warnzeichen, die auch Angehörige kennen sollten, sind:

  • verstärktes Wasserlassen
  • starkes Durstgefühl
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen
  • vertiefte Atmung
  • Müdigkeit
  • Acetongeruch (nach Obst oder Nagellack) beim Ausatmen

Zeigen sich diese Warnsignale, lässt sich mit Teststreifen selbst bestimmen, ob Ketonkörper über den Urin ausgeschieden werden. Ist dies der Fall, muss umgehend ärztliche Hilfe aufgesucht werden. Im Zweifel sollten Betroffene den Notarzt informieren.

15.2.2018, Das hilft der Leber

Bis zu Dreiviertel aller Typ-2-Diabetiker haben – ohne es zu wissen – eine Fettleber. Doch obwohl man die Erkrankung zunächst nicht spürt, hat sie mitunter schwere Folgen. Mit der richtigen Ernährung lässt sich die Lebergesundheit verbessern. Die Neue Apotheken Illustrierte erklärt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Februar 2018, worauf es ankommt.
Eine Leberverfettung kann sich durch die richtige Ernährung und mehr Bewegung wieder zurückbilden. Folgende Bausteine sind wichtig:

Gewichtsabnahme: Schon eine Gewichtsverlust von fünf Prozent wirkt sich positiv auf die Leber aus.

Reduktion von Fett: Es empfiehlt sich, vor allem weniger gesättigte Fettsäuren zu essen. Diese sind in tierischen Produkten wie Wurstwaren, fettem Fleisch oder Sahne enthalten. Wer magere Alternativen wählt, lebt gesünder und nimmt weniger Kalorien zu sich.

Weniger Süßes: Zucker wird schnell ins Blut aufgenommen. Ist zu viel davon vorhanden, wird er in Form von Fett in der Leber gespeichert. Daher lohnt es sich, nicht nur wegen erhöhter Blutzuckerwerte am Süßmacher zu sparen. Besonderes Augenmerk gilt zugesetztem Fruchtzucker. Er versteckt sich hinter Bezeichnungen wie Fruktose, Isoglukose oder Fruchtsüße auf der Zutatenliste.

Mehr Vollkorn: Kohlenhydrate – am besten in der Vollkornvariante – dürfen täglich auf dem Speiseplan stehen. Ihre Zuckerbausteine landen nur mäßig schnell im Blut und damit weniger in Form von Fett in der Leber.

Meidung von Alkohol: Ab und zu in kleinen Mengen Alkohol zu genießen, scheint keine negativen Auswirkungen zu haben. Von regelmäßigem Alkoholgenuss ist aber abzusehen.

Mehr Bewegung: Wer sich mehr bewegt, nimmt leichter ab und tut Gutes für seine Leber. Eine Studie zeigt, dass gute drei Stunden moderater Sport in der Woche über ein knappes Jahr hinweg die Leberwerte deutlich bessern.

1.2.2018, Nebenwirkung Blutzuckererhöhung

Diätetische Maßnahmen, orale Antidiabetika, GLP-1-Analoga oder Insulin sind erforderlich, um erhöhte Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetikern zu senken. So weit, so gut. Die Therapie wird erschwert, wenn Patienten aufgrund anderer Beschwerden oder Folgeerkrankungen des Diabetes weitere Medikamente einnehmen müssen. Diese können quasi als Nebenwirkung zusätzlich den Blutzucker erhöhen. Die Folge ist in den meisten Fällen eine Anpassung der diabetischen Therapie.

Die Neue Apotheken Illustrierte gibt in der aktuellen Ausgabe vom 1. Februar 2018 einen Überblick über Medikamentenkombinationen, unter denen es zu Beeinflussungen des Blutzuckers kommen kann. So ist bei einer zusätzlichen Medikation mit Blutdrucksenkern, mit Antidepressiva und anderen Antipsychotika, mit Hormonen, kortisonhaltigen Präparaten oder mit Blutfettsenkern Vorsicht geboten.

In jedem Fall muss der Patient zusammen mit seinem behandelnden Diabetologen austesten, inwiefern zusätzliche Medikamente Auswirkungen auf den Zuckerstoffwechsel haben. Dazu müssen häufigere Blutzuckerkontrollen durchgeführt werden. Arzt und Apotheker helfen bei der Anpassung.

15.1.2018, Bewegung bei Minusgraden

Auch bei Minusgraden sollten sich Diabetiker nicht in den eigenen vier Wänden verkriechen. Wer vorsorgt, bleibt warm und behält den Blutzucker auch bei frischer Winterluft unter Kontrolle. Was beim Sporteln im Freien für Diabetiker zu beachten ist, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2018 zusammengefasst.

Wer im Winter punktuell mehr Sport treibt, etwa im Urlaub Alpin-Ski oder Langlauf, der bewegt sich plötzlich mehr als im Alltag. Das hat Einfluss auf die Blutzuckerwerte. Auf der Piste sollten Diabetiker ihren Blutzuckerwert unbedingt im Blick behalten und gegebenenfalls mehr Kohlenhydrate aufnehmen oder weniger Insulin spritzen. Am besten bespricht man im Vorfeld mit dem Diabetologen, wie sich die Therapie anpassen lässt.

Menschen, die blutzuckersenkende Medikamente nehmen, haben immer etwas Traubenzucker dabei, für den Fall, dass der Blutzucker sinkt. Für insulinpflichtige Diabetiker gilt es, noch ein paar weitere Dinge zu berücksichtigen: Wer auf längeren Strecken oder beim Wintersport sein Insulin mitführt, sollte immer darauf achten, dass das Insulin nicht gefriert. Dann kann es ausflocken und verliert seine Wirkung. Um dies zu vermeiden, den Pen und die Patronen beispielsweise in der Innentasche des Anoraks verstauen. Auch ein Brustbeutel unter der Jacke funktioniert für solche Fälle gut.

Blutzuckermessgeräte und Teststreifen reagieren ebenfalls empfindlich auf niedrige Temperaturen und müssen entsprechend geschützt aufbewahrt werden. Wer draußen seinen Blutzucker kontrollieren muss, sollte auf kurze Messzeiten achten. Wichtig, dass die Hände möglichst warm und gut durchblutet sind – nur das liefert zuverlässige Ergebnisse. Das Messen selbst funktioniert am besten an einem windgeschützten Ort.

Bei Blutzuckerentgleisung richtig reagieren

Sowohl Unter- als auch Überzuckerungen sind bei Diabetikern keine Seltenheit. Sie können einen echten Notfall darstellen, vor allem, wenn der Betroffene den Abfall oder Anstieg des Blutzuckers nicht wahrnimmt. Die Autorin des Beitrags beschreibt die Symptome aus eigener Erfahrung in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Januar 2018 und erklärt, wie auch Angehörige im Fall der Fälle helfen können.

Sofortmaßnahmen bei Unterzuckerungen:

1) Wenn der Patient noch bei Bewusstsein ist:

  • Aufnahme von zwei bis drei Traubenzuckerplättchen oder etwa 200 Millilitern Cola oder Fruchtsaft
  • Blutzuckerkontrolle nach 10 bis 15 Minuten
  • Wiederholung der Maßnahme, wenn der Blutzucker nicht höher als 60 mg/dl angestiegen ist
  • Zusätzlich eine kleine Mahlzeit (Brot, Obst, mit Zucker gesüßter Joghurt), um Blutzucker zu stabilisieren
2) Wenn der Patient bewusstlos ist:
  • Notarzt informieren und Patienten in die stabile Seitenlage bringen
  • Auf keinen Fall Getränke oder Ähnliches einflößen (wegen Erstickungsgefahr)
  • Glukagon spritzen; viele Diabetiker führen ein Notfallset mit
3) Sofortmaßnahmen bei Überzuckerungen und erhöhten Ketonwerten im Urin:
  • Sehr viel Wasser trinken, regelmäßig Blutzucker kontrollieren
  • Kurz wirksames Insulin spritzen
  • Körperliche Anstrengung vermeiden
  • Den Patienten wach halten
  • Wenn der Blutzucker weiter ansteigt oder bei Erbrechen, sofort Arzt verständigen

15.12.2017, Auf diese Werte kommt es an

Anhand verschiedener Blutwerte lässt sich erkennen, wie es um die Stoffwechseleinstellung von Diabetikern bestellt ist. Zu den wichtigsten Werten zählen die des Blutzuckers und die verschiedener Blutfette. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Dezember 2017 in kurzen Übersichtstabellen zusammengefasst, wann Blutzucker und Blutfette noch im grünen Bereich liegen und wann der Arzt gefragt ist.

Die Bestimmung des Blutzuckerwerts hilft, eine Zuckerkrankheit zu erkennen. Diabetiker und ihre Ärzte können anhand der regelmäßigen Glukose-Messung überprüfen, wie erfolgreich ihre Therapie verläuft.

Blutzuckerwerte werden über zwei verschiedene Einheiten angegeben. Zum einen in Milligramm pro Deziliter Blut (mg/dl), zum anderen in Millimol pro Liter Blut (mmol/l). Neben den nüchtern gemessenen Werten spielt auch der Blutzucker nach einer Mahlzeit eine wichtige Rolle. Bei Diabetikern steigt er höher an als bei Gesunden. Dies simuliert ein Belastungstest beim Arzt. Man trinkt hierzu eine fest definierte Zuckerlösung. Zwei Stunden später wird der Blutzucker gemessen.

Die Bestimmung der Blutglukose liefert nur einen aktuellen Wert. Wie es um den Verlauf in den vergangen zehn bis zwölf Wochen aussieht, verrät der sogenannte HbA1c-Wert. Er gibt den Anteil des roten Blutfarbstoffes an, an den sich Zucker angelagert hat. Der HbA1c-Wert liefert damit eine Art Durchschnittswert für den Blutzucker.

15.11.2017, Als Diabetiker lange gut hören

Dass Diabetes Folgebeschwerden wie durch geschädigte Nerven, Hautprobleme oder Sehstörungen haben kann, ist bekannt. Überraschend ist jedoch die Erkenntnis, dass auch Schwerhörigkeit dazugehört. Wie sich dem vorbeugen lässt und wie sich eine Schwerhörigkeit behandeln lässt, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. November 2017.
Im Vergleich zu Gesunden erkranken Diabetiker rund doppelt so häufig an einem Hörverlust. Speziell hohe Frequenzen, die für die Deutlichkeit von Sprache sorgen, machen den Zuckerkranken zu schaffen. Aber auch tiefere Töne bereiten Diabetikern mit zunehmender Erkrankungsdauer mitunter Schwierigkeiten. Noch widmen sich nicht so viele Wissenschaftler diesem Thema. Doch mehrere Forschungsprojekte, darunter eine amerikanische Studie des Nationalen Gesundheitsinstitutes, untersuchen, wie sich die Zuckerkrankheit auf das Hörvermögen auswirkt.
Als sicher gilt, dass Verdickungen der Blutgefäßwände im Innenohr den Hörverlust verursachen. Zusätzlich sorgt das Absterben sogenannter Haarzellen in der Hörschnecke, dem knöchernen Herzstück des Innenohres, für bleibende Hörschäden. Schallwellen leitet der Körper nur noch eingeschränkt weiter. Betroffene hören vorerst noch, verstehen aber mit der Zeit immer weniger.
In Anbetracht der Risiken, die ein Hörverlust mit sich bringt, empfiehlt es sich, einmal pro Jahr das Hörvermögen untersuchen zu lassen. Die kostenlosen Hörtests, sogenannte Audiometrien, beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Hörakustiker geben eindeutig Auskunft über den Zustand des Gehörs. Heißt die Diagnose Hörverlust, ist ein Hörgerät die effektivste Methode, die Beeinträchtigungen auszugleichen.
Außerdem in diesem Heft: Senioren und Hunde sind tierisch gute Freunde +++ Herausforderung Landapotheke +++ Die besten Heilpflanzen bei Schnupfen, Husten und Heiserkeit

1.11.2017, Gut gelaunt durch den Winter

Die Tage werden kürzer, kälter und nebliger. Erkältungen gehen um und die Zeit bis zum Frühjahr scheint sich endlos zu dehnen. Wie soll da gute Laune aufkommen? Die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. November 2017 hat Tipps zusammengefasst, wie man gesünder und besser gelaunt durch die dunkle Jahreszeit kommt.

Trockene Winterluft setzt Schleimhäuten zu, auch denen in der Nase. Daher vorbeugend genug trinken und bei Bedarf Meerwassersalzsprays, Nasenduschen oder Nasensalben einsetzen. Feuchte Nasenschleimhäute stärken die lokale Abwehr gegen Erkältungsviren.
Kälte macht es den Erkältungsviren leichter, sich in der Nasenschleimhaut einzunisten. Erkrankte Diabetiker sollten häufiger als sonst ihren Blutzucker messen. Es kann bei Infektionskrankheiten zu Über- oder Unterzuckerungen kommen. Ob man die Diabetestherapie entsprechend anpassen soll, muss man mit dem Arzt besprechen.
Wichtig, um die Abwehr gegen Keime fit zu machen, sind genug Schlaf und eine vielseitige, vitaminreiche Ernährung.
Bewegung in Form von Winterspaziergängen, Skilanglauf oder Indoor-Sport kann die Abwehr stärken. Außerdem wirkt sich Bewegung günstig auf den Zuckerstoffwechsel aus. Wer neu mit Sport beginnt, sollte jedoch die Blutzuckerwerte sehr regelmäßig kontrollieren, wenn er Insulin spritzt oder Sulfonylharnstoffe einnimmt. Bewegung senkt den Blutzucker zusätzlich, so dass Unterzuckerungsgefahr besteht.
Apotheken bieten Erkälteten Mittel an, um etwa zähen, schlecht abzuhustenden Schleim zu verflüssigen, Kopf- und Gliederschmerzen zu bekämpfen, Fieber zu senken oder starken Hustenreiz zu mildern. In der Apotheke gibt es auch für Diabetiker gut verträgliche Präparate gegen Erkältungsbeschwerden.

1.10.2017, Ausgeschlafen zum Zuckertest

Um bei Blut- oder Urin-Untersuchungen zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, muss man gewisse Regeln und Verhaltensmaßnahmen einhalten, so auch beim oralen Glucose-Toleranz-Test (oGTT). Die Neue Apotheken Illustrierte berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Oktober 2017, dass auch die Schlafdauer einen Einfluss auf die Testergebnisse hat.

Schlafmangel ist ein Risikofaktor für einen gestörten Zuckerstoffwechsel: Wer weniger als sieben Stunden schläft, hat ein höheres Risiko für einen erhöhten HbA1c-Wert. Doch selbst wenn dieser Wert im Normbereich liegt, kann der oGGT ein auffälliges Ergebnis zeigen. Dann nämlich, wenn in den zwei Nächten zuvor der Schlaf besonders kurz war. Dies hat eine Studie mit 1 500 Nicht-Diabetikern ergeben, die von Forschern um Dr. Donald Bliwise vom Schlafprogramm der Emory University School of Medicine in Atlanta, USA, durchgeführt wurde.

Schliefen die Studienteilnehmer in den zwei Nächten vor dem Test insgesamt nur elf Stunden oder weniger, war das Risiko für einen erhöhten Zwei-Stunden-Wert im oGGT fast doppelt so hoch, obwohl sie sonst normnahe Blutzuckerwerte aufwiesen. Auch die Insulinresistenz nahm zu, denn verkürzter Schlaf macht die Zellen tatsächlich unempfindlicher gegenüber Insulin. Die Forscher geben zu bedenken, dass im Umkehrschluss ein besonders langer Schlaf vor dem oGGT für ungewöhnlich gute Werte sorgen könnte. Bereits eine halbe Stunde mehr oder weniger Schlag macht ihnen zufolge einen bemerkenswerten Unterschied im Blutzuckerprofil aus.

Das ABC der Eissorten, 1.7.2017

Eigentlich eine Binsenweisheit: Eis ist nicht gleich Eis. Doch die Unterschiede zwischen den verschiedenen Eissorten sind besonders für Diabetiker relevant. Die Neue Apotheken Illustrierte stellt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Juli 2017 verschiedene Eissorten vor und erklärt die Unterschiede. Was ist für Diabetiker zu beachten? Vom Creme- bis zum Wassereis:

  • Sorbets und Wassereis sind kalorienärmer als milchhaltige Sorten und damit gut für Diabetiker geeignet, wenn sie auf ihre Linie achten müssen. Auch mit Fruchteiscreme lassen sich Kalorien sparen.
  • Auf Zusätze wie Streusel oder Schokoladensoße ist zu verzichten.
  • Für insulinpflichtige Diabetiker gilt: In einer kleinen Eiskugel stecken durchschnittlich 1 bis 1,5 Broteinheiten (BE) oder Kohlenhydrateinheiten (KE). Je nach Kugelgröße und Sorte können es aber auch mehr sein. Die Waffel schlägt durchschnittlich mit 1 bis 2 BE/KE zu Buche.
  • Abgepacktes Eis erleichtert die Berechnung, da die Nährwerte auf der Verpackung aufgedruckt sind.
  • Insulinpflichtige Diabetiker, die mehr als zwei Kugeln Eis essen möchten, sollten Cremeeis, Sahneeis oder eine andere fetthaltige Sorte wählen. Zu Sorbet oder Wassereis etwas Sahne essen. So wird der Zucker langsamer ins Blut aufgenommen.

Sport, der Kalorienkiller, 29.5.2017

Diabetiker sollten penibel auf ihr Gewicht achten. Um den Grundumsatz zu steigern, hilft Bewegung im Alltag und Sport. Zwar verbrennt jede Sportart Kalorien. Doch wie viele? Die Neue Apotheken Illustrierte verrät in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. April 2017 die neun besten sportlichen Kalorienkiller.

Der Artikel nimmt neun verschiedene Sportarten unter die Lupe, darunter etwa Schwimmen, Nordic Walking oder Fahrradfahren. Für wen ist die jeweilige Sportart geeignet? Wie viele Kalorien werden in welcher Zeit verbraucht? Und wie vielen Schokoladen-Stückchen entspricht das? Die Neue Apotheken Illustrierte gibt Antwort.

Bewegung ist ein Tausendsassa für die Gesundheit. Glukose aus der Blutbahn wird in die Zellen gedrückt. Das spart Insulin und schont damit die Bauchspeicheldrüse bei Typ-2 Diabetikern. Die Durchblutung aller Gewebe wird angeregt. Mehr Muskulatur sendet vermehrt entzündungshemmende Botenstoffe in den Körper. Sie erhöht außerdem den Energieumsatz, das heißt, der Körper verbrennt mehr. Das erleichtert das Abnehmen.

Wer mit Sport neu starten möchte, lässt sich vorab beim Arzt durchchecken. Achtung: Diabetiker, die mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin behandelt werden, können bei Bewegung unterzuckern! Also auf jeden Fall immer Teststreifen und Traubenzucker parat haben.

Sport, der Kalorienkiller, 15.4.2017

Diabetiker sollten penibel auf ihr Gewicht achten. Um den Grundumsatz zu steigern, hilft Bewegung im Alltag und Sport. Zwar verbrennt jede Sportart Kalorien. Doch wie viele? Die Neue Apotheken Illustrierte verrät in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. April 2017 die neun besten sportlichen Kalorienkiller.

Der Artikel nimmt neun verschiedene Sportarten unter die Lupe, darunter etwa Schwimmen, Nordic Walking oder Fahrradfahren. Für wen ist die jeweilige Sportart geeignet? Wie viele Kalorien werden in welcher Zeit verbraucht? Und wie vielen Schokoladen-Stückchen entspricht das? Die Neue Apotheken Illustrierte gibt Antwort.

Bewegung ist ein Tausendsassa für die Gesundheit. Glukose aus der Blutbahn wird in die Zellen gedrückt. Das spart Insulin und schont damit die Bauchspeicheldrüse bei Typ-2 Diabetikern. Die Durchblutung aller Gewebe wird angeregt. Mehr Muskulatur sendet vermehrt entzündungshemmende Botenstoffe in den Körper. Sie erhöht außerdem den Energieumsatz, das heißt, der Körper verbrennt mehr. Das erleichtert das Abnehmen.

Wer mit Sport neu starten möchte, lässt sich vorab beim Arzt durchchecken. Achtung: Diabetiker, die mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin behandelt werden, können bei Bewegung unterzuckern! Also auf jeden Fall immer Teststreifen und Traubenzucker parat haben.

Im Team zum Erfolg beim diabetischen Fuß, 1.4.2017

Diabetiker mit einem diabetischen Fußsyndrom brauchen in der Regel ein Team aus Experten, damit der betroffene Fuß gerettet und die Situation stabilisiert werden kann. Die Neue Apotheken Illustrierte erklärt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. April 2017, welche Berufsgruppen alle daran mitwirken.

Zwar ist das gute Zusammenarbeiten von Diabetologen, Angiologen, Chirurgen, Podologen, Orthopädieschuhmachern und Mikrobiologen für die erfolgreiche Behandlung eines diabetischen Fußes unabdingbar, doch der wichtigste Mitspieler im Team für gesunde Füße ist der Patient selbst.

Sein Verhalten beeinflusst maßgeblich mit, ob ein diabetisches Fußsyndrom weiter voranschreitet oder sich gut behandeln lässt. Zu den wichtigsten Spielregeln gehören:

  • Nicht rauchen, denn das Rauchen schadet dem Fuß mindestens so sehr wie schlechte Blutzuckerwerte.
  • Den Blutzucker gut einstellen lassen, ebenso den Blutdruck.
  • Die Anweisungen des Arztes genau befolgen, zum Beispiel mit einer offenen Wunde am Fuß nicht zu duschen, da dies die Infektionsgefahr erhöht.

Gute Nacht auch bei Diabetes

Nicht nur der Diabetes selbst, auch die eingesetzten Medikamente stören mitunter die Nachtruhe. Welche Ursachen für die Ruhestörungen infrage kommen, nimmt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. März 2017 unter die Lupe.

Unterzuckerungen sind der häufigste Grund für nächtliche Schlafstörungen. Das betrifft vor allem Patienten, die Insulin spritzen oder Sulfonylharnstoffe einnehmen. Unterzucker-Symptome reißen den Betroffenen oft aus dem Schlaf. Treten Unterzuckerungen häufiger auf, zeigt der Körper oft keine deutlichen Symptome mehr.

Nicht nur zu niedrige, auch sehr hohe Blutzuckerwerte kosten die Nachtruhe. Es schläft sich damit oft schlechter ein, oder man wacht nachts häufiger auf. Hohe Blutzuckerwerte können unabhängig von der Therapie bei allen Diabetikern auftreten.

Eine weitere Möglichkeit für Schlafstörungen bei Frauen mit Typ-1-Diabetes: die Wechseljahre. Sie setzen bei Diabetikerinnen häufig früher ein. Auch Schilddrüsenprobleme machen Typ-1-Diabetikern häufiger zu schaffen als gesunden Menschen. Geraten die dort produzierten Hormone aus dem Gleichgewicht, führt dies mitunter ebenfalls zu Schlafproblemen.

Herzprobleme - die meisten Diabetiker erkranken an einem Kreislaufleiden - beeinträchtigen auch den Schlaf. Herzrasen kann etwa auf ein Vorhofflimmern hindeuten. Es sollte ebenso wie Schweißausbrüche zum Arzt führen. Nächtlicher Harndrang weist manchmal ebenfalls auf eine Herzschwäche hin.

Schutz vor Schlaganfall

Im Vergleich zu Stoffwechselgesunden haben Diabetiker ein um zwei- bis vierfach erhöhtes Schlaganfallrisiko. Doch es gibt Wege aus dem Dilemma. Die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. März 2017 stellt diese vor.

Bei Diabetikern beginnt die auch als Arteriosklerose bezeichnete Blutgefäßverkalkung früher als bei gesunden Menschen, und sie schreitet schneller voran. Deshalb versterben 80 Prozent der Diabetiker an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Schlaganfall gehört dazu. Doch der Diabetes trägt nicht die alleinige Schuld daran. Zur Arterienverkalkung tragen wesentlich auch ein hoher Blutdruck, Fettstoffwechsel-Störungen und zu viel Fett am Bauch bei.

Gegen zu hohe Blutdruckwerte

Viele Diabetiker haben zu hohe Blutdruckwerte. Anzustreben sind Werte von 130/80 mmHg. Spezielle Medikamente, auch in Kombination, und regelmäßiges Ausdauertraining sind in der Lage, den Blutdruck dauerhaft auf ein verträgliches Niveau zu senken.

Gegen zu hohe Blutfettwerte

Unter den Blutfetten sind nicht nur die verschiedenen Cholesterinwerte von Bedeutung, sondern auch die Triglyceride. In beiden Fällen kann eine ausgewogene Ernährung mit ungesättigten pflanzlichen Fettsäuren schon viel erreichen. Genügt ein gesunder Lebensstil allein nicht, helfen zusätzlich angewendete Medikamente, um die Blutfette zu senken.



Gegen zu viel Bauchfett

Bei Bauchfett, das das Risiko für einen Schlaganfall steigert, handelt es sich um das innere Bauchfett, weniger um das, was sich außen mit den Händen greifen lässt. Das innere Bauchfett fördert unter anderem Entzündungen in den Blutgefäßen, die wiederum die Gefahr für Herz, Hirn und Kreislauf steigern. Viszerales Bauchfett lässt sich mit Bewegung und einer bevorzugt pflanzlichen und ballaststoffeichen Ernährung vermindern.

1.2.2017, Moderne Hilfsmittel richtig nutzen

Neue Technologien bereichern die Diabetestherapie. Denn sie helfen den Diabetikern, ihre Blutzuckerwerte im Blick zu behalten und möglichst normnah einzustellen. Die Neue Apotheken Illustrierte gibt in der aktuellen Ausgabe vom 1. Februar 2017 einen Überblick über die Vorgehensweise der Insulinverabreichung mit einem Pen und einer Pumpe sowie mit Hilfe kontinuierlicher Glukose-Messsysteme.

Insulinpens sind für Diabetiker geeignet, die regelmäßig Insulin spritzen müssen. Wer noch ein Basalinsulin spritzt, das als trübe Suspension vorliegt, muss vor jeder Injektion den Pen mindestens zwanzigmal zwischen den Händen rollen und auf und ab drehen. Das gewährt die gleichmäßige Verteilung des Insulins in der Suspension. Handelt es sich in der Patrone um eine klare Lösung, wie bei den lang wirkenden Analoginsulinen und bei allen kurz wirksamen Insulinen, braucht es das Durchmischen vor dem Spritzen nicht. Damit Insulin sicher unter die Haut kommt und diese möglichst unverletzt bleibt, muss die Kanüle nach jeder Injektion gewechselt werden, zudem sollte man die Einstichstelle bei der nächsten Injektion wechseln.

Eine Insulinpumpe verhilft vor allem Kindern mit Typ-1-Diabetes zu mehr Lebensqualität und einer besseren Stoffwechselqualität. Aber auch Diabetiker, die bei einer intensivierten konventionellen Therapie immer wieder an schweren Unterzuckerungen leiden, sowie Schwangere können von einer Insulinpumpe profitieren. Diabetiker, die eine Insulinpumpe wollen, sollten sehr motiviert sein. Sie selbst oder die Kinder betroffener Eltern müssen in der Lage sein, den Blutzuckerverlauf zu kontrollieren und die Werte richtig zu interpretieren. Der tägliche Katheterwechsel unter Beachtung sämtlicher hygienischer Maßnahmen gehört zum Pflichtprogramm, ebenso der regelmäßige Besuch in einer Pumpen-Ambulanz.

Kontinuierliche Glukose-Messsysteme erleichtern Diabetikern den Alltag, da sie die Lebensqualität und die Blutzuckerein­stellung verbessern helfen. Allerdings werden die Kosten für Realtime-CGM-System nur unter bestimmten Voraussetzungen von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wer ein Gerät möchte, fragt am besten direkt bei seiner Krankenkasse nach.

Die 7 wichtigsten Diabetes-Fakten

Als neu diagnostizierter Diabetiker gilt es, sich schnell mit der Erkrankung zu arrangieren und sie in den Alltag zu integrieren. Wer sich gut mit den Hintergründen ihrer Entstehung und mit der Beeinflussbarkeit durch bestimmte Verhaltensmaßnahmen auskennt, lebt gesünder. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2017 die wichtigsten Fakten zum Thema Diabetes zusammengefasst.

Worin bestehen die wichtigsten Unterschiede zwischen einem Typ-1- und einem Typ-2-Diabetes? Welche Symptome weisen auf einen beginnenden Diabetes hin? Wie wichtig ist Bewegung, und kann auch ein Zuviel daran von Nachteil sein? Was sind die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen? Welchen Einfluss hat die Ernährung auf normnahe Blutzuckerwerte? Welche Therapie kommt für wen infrage? Alles Fragen, die die Redaktion der Neuen Apotheken Illustrierten in einer Zusammenstellung der wichtigsten Fakten beantwortet.

Stabile Knochen und ein gesundes Herz für Diabetiker

Diabetiker trifft der Verlust von Knochenmasse, die Osteoporose, häufiger als Menschen mit gesundem Stoffwechsel. Deshalb sollten sie alle Möglichkeiten nutzen, um gegenzusteuern. Darüber berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in der aktuellen Ausgabe vom 1. Januar 2017. Möglichst normale Blutzuckerwerte tragen dazu bei, die Knochen stabil zu erhalten. Zusätzlich braucht man genug von dem Knochenmineral Calcium. Es steckt zum Beispiel in Milch und Milchprodukten, in einigen Gemüsesorten und Mineralwässern. Allerdings bildet Calcium nur gemeinsam mit Vitamin D ein gutes Team gegen Osteoporose, weil dieses fettlösliche Vitamin dafür sorgt, dass Calcium vermehrt aus dem Dünndarm in die Blutbahn gelangt. Um ausreichend Vitamin D bilden zu können, braucht der Organismus die Sonne. Wer sehr wenig in die Sonne kommt, kann auf Dauer einen Mangel an Vitamin D entwickeln. Der Arzt kann das feststellen und dann zu einer zusätzlichen Vitamin-D-Aufnahme über Tabletten raten.
Eine Ernährung, die zweimal pro Woche fetten Seefisch, Milch- und Milchprodukte, Vollkornprodukte und reichlich frische Lebensmittel beinhaltet, sorgt auch für alle wichtigen Mineralstoffe und Vitamine. Fertiglebensmittel und süße Getränke sollte man eher wenig zu sich nehmen, sie enthalten oft viel Phosphat, das der Knochenstabilität schadet. Wer außerdem nicht raucht und sich so oft es geht Bewegung verschafft, steigert die Chancen, trotz Diabetes mit heilen Knochen durchs Leben zu gehen.
Aber auch in Sachen Herz- und Kreislauf lohnt es sich gerade für Diabetiker, gesund zu leben. Dies verdeutlichte die in Dänemark durchgeführte Steno-2-Studie. Teilnehmer waren Typ-2-Diabetiker mit ersten leichten Nierenschäden. Verglichen wurde eine intensiv behandelte Studiengruppe mit optimalen Blutzucker-, Blutdruck- und Blutfettwerten mit weniger intensiv behandelten Studienteilnehmern. Es zeigte sich unter intensiver Therapie zum Abschluss der Studie eine deutliche Verbesserung der Stoffwechseleinstellung und des Risikos für Herz-Kreislauf-Leiden. Auch weitere Diabetesfolgen wie Augen-, Nieren- oder Nervenschäden kamen seltener vor. Eine kürzlich vorgenommene Nachauswertung der Steno-2-Studie ergab zudem, dass die intensiv behandelten Patienten eine im Schnitt um acht Jahre höhere Lebenserwartung hatten.

Die große Geschenkeliste

Die Neue Apotheken Illustrierte zeigt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Dezember 2016, welche Weihnachtsgeschenke für Diabetiker besonders sinnvoll sind und trotzdem eine Portion Wohlbefinden vermitteln. Vom Blutzuckermessgerät bis zum Set für schöne Füße:

Cremes und Lotionen
Viele Diabetiker haben trockene Haut, an den Füßen und am ganzen Körper. Damit die Haut nicht einreißt und Krankheitserreger eindringen können, braucht sie täglich besondere Pflege. Apotheken bieten genau auf die Haut von Diabetikern abgestimmte Zubereitungen. Sie enthalten unter anderem reichlich feuchtigkeitsbindende Inhaltsstoffe wie Harnstoff oder Glycerol.

Blutzucker- und Blutdruckmessgeräte
Bei Diabetes kommt es auf die »inneren Werte« an, also auf diejenigen für den Blutzucker, den Blutdruck und die Blutfette. Die ersten beiden können Diabetiker leicht selbst bestimmen. Davon profitieren sie für ihre Stoffwechseleinstellung und eine gesunde Zukunft. Denn nur wer weiß, wie sich der Blutzucker nach Mahlzeiten, beim Sport oder bei Infekten verhält, kann die richtigen Schlüsse für eine gute Zuckereinstellung ziehen.

Literatur
Je selbstverständlicher ein Diabetiker mit seiner Erkrankung umgehen kann, desto besser gelingt ihm meist das Leben mit der chronischen Erkrankung. Grundlagen-Bücher, Ratgeber, Nährwerttabellen, Koch- und Backbücher sind deshalb eine gute Idee für den Gabentisch.

Delikatessen mit Nährwert
Präsentkörbe sollten für Diabetiker besonders bestückt sein: Für sie eignet sich eine Auslese der guten Öle. Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl, gute Konserven fetten Seefischs und eine bunte Auswahl an Nüssen. Denn Experten wissen: Ob Fett schadet oder nutzt, hängt nicht nur von der verzehrten Menge, sondern auch von der richtigen Auswahl ab.

Füße als »Feuermelder«

Kribbeln die Füße, brennen sie oder fühlen sie sich taub an, ist das gerade bei Diabetikern keineswegs banal: Wie ein Feuermelder weisen sie auf eine schwerwiegende Diabetesfolge hin, auf ausgedehnte Nervenschäden, informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Dezember 2016.
Langjähriger Diabetes kann die Nerven vor allem in der Körperperipherie schädigen, besonders in den Füßen. Ärzte sprechen von einer peripheren diabetischen Polyneuropathie. Erste Anzeichen sind häufig Kribbeln, Ameisenlaufen oder auch brennende einschießende Schmerzen. Auch Taubheitsgefühle oder nachlassende Sensibilität der Füße, zum Beispiel schlechtes Kälte- und Wärmeempfinden, gehören zu den Warnzeichen, die Betroffene dringend mit ihrem Arzt oder Apotheker besprechen sollten.
»Diese Polyneuropathie ist die führende Ursache des diabetischen Fußsyndroms«, sagte Professor Dr. Dan Ziegler vom Deutschen Diabetes Zentrum, Universität Düsseldorf, bei einer Pressekonferenz. Bei dieser Erkrankung heilen selbst kleine Verletzungen am Fuß nur noch schlecht oder gar nicht mehr, können sich entzünden und zu großen, tiefen Wunden führen. »Die Häufigkeit der Polyneuropathie wird stark unterschätzt und die Erkrankung oft nicht erkannt«, warnte der Arzt. Die Erfahrung zeigt, dass viele Patienten erst spät zum Arzt gehen, dann, wenn die Schmerzen schon weit fortgeschritten und chronisch sind. Doch sind die Nerven erst einmal massiv geschädigt, sind die Therapiemöglichkeiten begrenzt. Umso wichtiger ist eine möglichst frühzeitige Diagnose und Behandlung.
Wichtig sind eine individuell optimale Blutzuckereinstellung und die Vermeidung von Risikofaktoren wie Alkoholkonsum, Rauchen und Bluthochdruck. Es gibt auch Medikamente zur Linderung neuropathischer Schmerzen, was die Lebensqualität etwas verbessern kann.

7 Figurschmeichler für den Winter

Es ist eine Crux: In der kalten Jahreszeit erscheint das Zuhause so gemütlich. Man geht wenig nach draußen und isst gerne Süßes für die Stimmung und reichlich gegen die Kälte. Kein Wunder, dass sich die Pfunde leicht an Bauch und Hüften sammeln. Was hilft, schlank zu bleiben und den Blutzucker besser im Griff zu behalten, hat die Redaktion der Neuen Apotheken Illustrierten in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. November 2016 zusammengefasst:

  • Ein großes Glas lauwarmes Wasser vor dem Essen füllt den Magen und nimmt dem Heißhunger die Spitze.
  • Den Teller voll packen mit Lebensmitteln, die viel Volumen bei wenigen Kalorien bieten. Das sind vor allem Gemüse und Salat.
  • Das Essen genießen. So verpasst man nicht das Sättigungssignal und hört rechtzeitig auf zu essen.
  • Sich auch mal was gönnen: Lieber einen Riegel Schokolade am Tag genießen als alle zwei Tage eine ganze Tafel herunterschlingen. Genuss bringt Befriedigung.
  • Wer morgens die Hauptmenge isst, mittags mäßig und abends mager, der hat weniger Probleme, sein Gewicht zu halten, als derjenige, der sich spät abends die Kalorien einverleibt. Allerdings ist die Insulinempfindlichkeit morgens am geringsten, das heißt, der Körper reagiert auf Kohlenhydrate mit heftigeren Blutzuckeranstiegen als mittags. Deshalb den Nährstoffschwerpunkt morgens auf Eiweiß setzen.
  • Süßstoff gilt es, einzusparen: Denn wer täglich davon benutzt, muss damit rechnen, dass er automatisch mehr isst, haben aktuelle Forschungsergebnisse gezeigt
  • Gesättigte Fettsäuren verfälschen das Sättigungssignal, was dazu führt, dass Menschen immer weiter essen. Die Schlankvariante aus dem Tierreich: Fischöl aus Seefisch. Das irritiert das Sattsignal nicht

Testosteronmangel bei Diabetikern häufiger

Ein Testosteronmangel kann Männern mit Typ-2-Diabetes das Leben schwerer machen als nötig. Hormongaben eignen sich, wenn ein deutlicher Mangel zweifelsfrei nachgewiesen und mögliche Ursachen abgeklärt wurden. Darüber berichtet Professor Dr. Ludwig Schaaf von der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Suchtmedizin, Klinikum Schwabing, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. November 2016.

Erschöpfung, Depressivität, nachlassendes sexuelles Interesse, Abnahme der Muskelmasse: Das kann alles von einem Testosteronmangel herrühren. Wer den Verdacht hegt, ein Mangel an Testosteron könnte die Beschwerden auslösen, sollte sich an einen Endokrinologen wenden. Er ist Spezialist für alle Fragen im Hinblick auf Hormondrüsen des Menschen. Der Facharzt wird Blut abnehmen - und zwar morgens, da dann der Wert im Tagesverlauf am höchsten ist.

Die Blutentnahme am Morgen ist deshalb wo wichtig, weil der Testosteronspiegel im Tagesverlauf bei jedem Mann natürlicherweise absinkt. Das gilt auch, wenn am Vorabend vor der Messung ausgiebig Sport oder andere Kraftanstrengung betrieben wurden. Das verfälscht das Ergebnis: Darauf sollten Männer also achten, bevor sie ihren Hormonwert ermitteln lassen, informiert Schaaf.

Auch bei einem niedrigen Testosteronwert ist die Lösung nicht immer die Hormonzufuhr von außen. »Gute Labore setzen das Messergebnis direkt mit dem Alter in Verbindung. Sicheren Krankheitswert hat ein Testosteronwert nur, wenn er deutlich unter dem Normwert liegt«, erklärt Schaaf. Wenn keine anderweitig zu behandelnde Erkrankung als Ursache für den Testosteronmangel auszumachen ist, kommt eine Hormongabe infrage.

Diese kann sich positiv auf den Stoffwechsel von übergewichtigen Typ-2-Diabetikern auswirken, genauso auf den Knochenstoffwechsel. Das ist nicht unerheblich, da Männer mit niedrigen Testosteronwerten häufig eine Osteoporose entwickeln. Von den positiven Hormoneffekten profitieren jedoch nur diejenigen Diabetiker, denen das Hormon tatsächlich fehlt. Wer genug davon hat und noch welches von außen bekommt, bemerkt keine Verbesserung.

Das Beste für die Blutgefäße

Diabetiker haben ein höheres Risiko für Schäden am Blut-Leitungssystem als Stoffwechselgesunde. Es gibt jedoch einige Maßnahmen, die Diabetiker zum Schutz ergreifen können. Welche das sind, darüber berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Oktober 2016.

Unsere Arterien und Venen sowie ihre Miniatur-Ausgaben, die Arteriolen und Venolen, unterliegen einer großen Gefahr: Sie können im Laufe des Lebens verkalken. Doch Kalk an den Gefäßwänden verengt den Durchmesser des Blutgefäßes immer mehr, im Extremfall verschließt ein Gefäß komplett. Dann drohen etwa Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Gefahr für Engstellen in den Blutgefäßen ist bei Diabetikern deutlich größer als bei gesunden Menschen.

Jeder Mensch hat eine gewisse Veranlagung, Arterienverkalkung zu bekommen. Der eine mehr, der andere weniger. Diese erblichen Komponenten sind nicht zu beeinflussen, andere Faktoren hingegen schon. So etwa Rauchen und Bewegungsmangel. Es lohnt sich also, das Rauchen aufzugeben und möglichst viel Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Zu den weiteren beeinflussbaren Risikofaktoren gehören Bluthochdruck und erhöhte Blutfette. Hohen Blutdruck senkt oft schon eine Gewichtsabnahme von fünf Prozent des Ausgangskörpergewichts. Daneben wirkt es sich bei vielen Betroffenen positiv aus, wenn sie ihren Salzkonsum einschränken. Blutfette können sinken, wenn man die Ernährung so umstellt, dass in Gemüse und Vollkorngetreide enthaltene Ballaststoffe eine Hauptrolle bekommen. Zudem gibt es einige Nahrungsmittel, die als besonders gesund für das System der Blutgefäße gelten. Dazu zählen Pflanzenöle wie Raps-, Walnuss- und Olivenöl, fetter Seefisch, Nüsse, Hülsenfrüchte und grüner und schwarzer Tee.

1.10.2016, Insulin spritzen: Wege für gute Werte

Oft ist es nicht zu verhindern: Bei vielen Typ-2-Diabetikern stellt die Bauchspeicheldrüse im Laufe der Zeit mehr und mehr die Insulin-Produktion ein. Tabletten reichen dann nur noch bedingt aus, die Blutzuckerwerte zu senken. Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, um mit einer Insulin-Therapie zu beginnen. Welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, Insulin zu verabreichen, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Oktober 2016 zusammengestellt.

Zu Beginn der Insulin-Behandlung gehen Ärzte häufig schrittweise vor. Das heißt, ein Insulin wird zunächst zur bislang schon eingenommenen oralen Diabetes-Arznei kombiniert. Verschiedene Therapieformen haben sich bewährt:

  • Bei der Basal unterstützten oralen Therapie, abgekürzt BOT, spritzt der Patient einmal am Tag ein lang wirksames Insulin, in der Regel ein modernes Analoginsulin.
  • Bei der Supplementären Insulintherapie, auch SIT genannt, spritzt der Diabetiker jeweils zu den Hauptmahlzeiten ein kurz und schnell wirksames Insulin-Analogon. Hinzu kommen noch Tabletten.
  • Ohne Blutzucker senkende Tabletten kommt die Konventionelle Insulin-Therapie (CT) aus, bei der sich der Patient morgens und abends eine Insulin-Mischung spritzt, die aus einem schnell und einem lang wirksamen Insulin besteht. Bei der Intensivierten Konventionellen Therapie (ICT) ist neben Insulin kein weiteres Diabetes-Medikament erforderlich.
  • Bei einer Insulinpumpentherapie, auch CSII genannt, gelangt schnell und kurz wirksames Insulin über ein Insulin-Reservoir und einen Katheter in Minimengen und kontinuierlich in den Körper.

Schlaglicht auf Diabetesmedikamente – 2. Teil

Ärzten stehen heute verschiedene Medikamentengruppen zur Verfügung, um Typ-2-Diabetes zu behandeln. Die Neue Apotheken Illustrierte stellt schlaglichtartig die verschiedenen Arzneistoffgruppen vor. Therapieoptionen mit modernen Medikamenten sind das Thema in der aktuellen Ausgabe vom 15. September 2016.

Es werden kurz die Wirkweisen von Glitazonen, von Gliptinen, also GLP-1-Analoga und DPP-4-Hemmern, sowie von SGLT-2-Hemmern erklärt. Außerdem kommen Vor- und Nachteile einer jedweden Therapie zur Sprache und ob jedes moderne Antidiabetikum für jeden Patienten geeignet ist. Ein Einblick in das Nebenwirkungsspektrum sowie entsprechende Vorbeugemaßnahmen rundet das Essay über Antidiabetika ab.

Schlaglicht auf Diabetesmedikamente - 1. Teil

Ärzten stehen heute verschiedene Medikamentengruppen zur Verfügung, um Typ-2-Diabetes zu behandeln. Die Neue Apotheken Illustrierte stellt schlaglichtartig die verschiedenen Arzneistoffgruppen vor.

Was können Metformin, Sulfonylharnstoffe, Glinide, alpha-Glucosidasehemmer und Insulin? Was sind ihre Vor- und Nachteile? Über welches Nebenwirkungsspektrum verfügen sie? Wann reichen orale Antidiabetika nicht mehr aus, so dass Insulin zum Einsatz kommen muss? Nachzulesen ist das in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. September 2016.

Kontinuierlich messen

Die kontinuierliche Glukosemessung ist im Kommen und hat deutliche Vorteile gegenüber den täglichen Einzelpiksen. Das sieht mittlerweile auch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) so. So werden künftig die Kosten in genau definierten Fällen von den Krankenkassen erstattet. Das könnte die Zahl derer erhöhen, die von der kontinuierlichen Glukosemessung profitieren, sie sich als Selbstzahler aber nicht leisten können. Welche Vorteile die Blutzuckermessung mittels eines CGM-Gerätes hat, führt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. August 2016 vor Augen.


Checkliste für Gesundheits-Apps

Das erklärt sich eigentlich von selbst: Gesundheits-Apps sollen den Anwendern möglichst viel nutzen und wenig schaden. Doch das ist nicht selbstverständlich!
Um bei der Verwendung einer solchen App auf der sicheren Seite zu sein, hat Oliver Ebert, Fachanwalt für Informationstech­nologie-Recht, Checklisten entwickelt. So bietet es sich Ebert zufolge vor der Nutzung einer App zwingend an, verschiedene Faktoren hinsichtlich des Gesundheitsrisikos, des Daten­schutzes, der Anbieterklarheit und der Kostentransparenz abzufragen.
Die Checklisten können in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. August 2016 durchgearbeitet werden.

15.7.2016, Fruchtzucker nicht im Übermaß

Auch wenn Fruktose als Zuckeraustauschstoff gilt: Diabetiker sollten den Haushaltszucker nicht einfach durch Fruchtzucker ersetzen. Auch Fruchtzucker kann gewichtige Nachteile für die Stoffwechsellage haben, informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Juli 2016.
Zwar beeinflusst Fruchtzucker den Blutglukosespiegel und die Insulinausschüttung kurzfristig nur wenig, doch auch unter Fruktose besteht die Gefahr, an Gewicht zuzulegen. So etwa die Einschätzung des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Denn Energie steckt in Fruktose genauso wie in Traubenzucker, also Glukose, dem für Menschen wichtigsten Energieträger. Und im Gegensatz zu Glukose fließen Abbauprodukte der Fruktose weniger gut reguliert in den Energie- und Fettstoffwechsel ein und füllen somit die Fettspeicher stärker. Zudem besteht der Verdacht, dass Fruktose schwächere Sättigungssignale bewirkt als Glukose. Insgesamt steigt damit das Risiko, zuzunehmen.
Außerdem problematisch: In größeren Mengen kann Fruktose laut BfR den Blutspiegel des LDL-Cholesterins und der Neutralfette (Triglyceride) erhöhen. Beides fördert Arteriosklerose und damit das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Zuviel aufgenommene Fruktose steht außerdem in Verdacht, einer Gicht und einer Fettleber Vorschub zu leisten, womöglich die Insulinwirkung zu vermindern und so die Insulinresistenz zu steigern.
Dennoch sollten Diabetiker Fruchtzucker nicht komplett meiden. Er steckt etwa in dem auch für Typ-2-Diabetiker in moderater Menge erlaubten Haushaltszucker und in Früchten. Früchte gehören ob ihrer gesunden Inhaltsstoffe regelmäßig auf den Speiseplan. Etwa zwei Handvoll täglich können Diabetiker normalerweise unbedenklich verzehren. Trockenfrüchte oder Konfitüren enthalten dagegen relativ viel Fruchtzucker. Das gilt auch für viele mit Fruktose oder Fruktose enthaltendem Maissirup gesüßte, verarbeitete Lebensmittel oder Süßgetränke.
Wer Süßes mag, aber dennoch nicht zunehmen möchte, greift am besten zu Produkten, die mit Süßstoff hergestellt werden. Süßstoffe liefern keine Kalorien. Ansonsten ist eine ausgewogene Ernährung immer noch die beste Grundlage jedweder Stoffwechseleinstellung.

15.6.2016, Das übt die Nerven

Nerven und ihre Bahnen sind für Diabetiker so etwas wie die Achillessehne der Erkrankung. Denn ist der Blutzuckerwert auf Dauer nicht gut eingestellt, nehmen Nerven relativ schnell Schaden. Zusätzlich zu einer normnahen Stoffwechseleinstellung können Diabetiker jedoch noch mehr tun.

Damit Nerven lebendig bleiben und reibungslos funktionieren, brauchen sie Unterhaltung. Das gilt besonders für die langen Nervenbahnen, die bis in die Füße ziehen und die bei Diabetikern als erstes leiden, wenn hohe Blutzuckerwerte Nervenzellen schädigen. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Juni 2016 Übungen zusammengestellt, die Nervenzellen trainieren. Einfach und leicht zu Hause nachzumachen.

1.6.2016 - 7 Tipps, um das Herz zu schützen

Diabetiker haben ein höheres Risiko für Herzkrankheiten als stoffwechselgesunde Menschen. Besonders Frauen mit Zuckerkrankheit zählen zu den frühen Herzopfern. Doch der Gefahr lässt sich gegensteuern. Die Redaktion der Neuen Apotheken Illustrierten hat in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Juni 2016 die sieben besten Tipps für eine gute Herzgesundheit zusammengefasst.

Unterzuckerungen:
Zu tiefe Blutzuckerwerte bringen das Herz aus dem Takt, mitunter mit tödlichem Ausgang. Diese Gefahr spielt vor allem für jene Diabetiker eine Rolle, die Insulin spritzen oder Sulfonylharnstoffe einnehmen. Daher müssen Unterzuckerungen möglichst vermieden werden.

Schwankende Blutzuckerwerte:
Schwankende Blutzuckerwerte begünstigen Arterienverkalkung. Auch hinter einem günstigen HbA1c-Wert können sich schwankende Blutzuckerwerte verbergen. Aufzudecken sind sie nur durch regelmäßige Blutzuckertests.

Schonung walten lassen:
Wer sich nach einem Infekt zu schnell zu viel zumutet, kann eine Herzklappenentzündung mit Leistungseinbußen des Herzens erleiden. Deshalb: Während und nach einem Infekt ist körperliche Schonung angesagt.

Stresspegel niedrig halten:
Negativer Stress erhöht das Herzinfarktrisiko. Zwei Stunden lang ist es nach heftigem Stress akut erhöht. Da hilft es, gezielt und vom Profi Entspannungsübungen zu lernen.

Gemäßigt regelmäßig Bewegung:
Das Herz mag Bewegung, und zwar regelmäßig in schonendem Modus. Überanstrengung ist zu vermeiden.

Kontrollen einhalten:
Einmal im Jahr steht für Diabetiker die Untersuchung ihrer Nervenfunktionen an. In einigen Fällen schädigen hohe Blutzuckerwerte auch die Nerven, die das Herz im Takt halten.

Auffälligkeiten ernst nehmen:
Es scheint Vorboten vor einem Herzstillstand zu geben. Das häufigste Symptom bei Männern sind Brustschmerzen, bei Frauen Atemnot. Wer das bemerkt, sollte immer zu einem Arzt gehen und nicht zuwarten.

Hoch-Zeit für Erdbeeren

Erdbeeren sind für Diabetiker geradezu ein Traumobst. Dr. Astrid Tombek, Diplom-Oecotrophologin am Diabetes Zentrum Mergentheim, kennt sich gut mit den roten Früchtchen und mit Diabetikern aus. In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. Mai 2016 stellt sie geeignete Erdbeer-Rezepte vor.

»Erdbeeren sind für Diabetiker günstig, weil sie viel Wasser enthalten, aber kaum Kohlenhydrate und Kalorien. Für eine Broteinheit kann man 200 Gramm davon essen«, nennt Tombek die Vorteile der Beerenfrüchte. »Wer möchte, kann im eigenen Garten Sorten pflanzen, die ständig Beeren tragen, sodass man bis in den Oktober hinein ernten kann«, weiß die Ernährungswissenschaftlerin.

Import-Erdbeeren können mit den hier angebauten nicht unbedingt mithalten. Denn: »Sie werden früh und unreif geerntet. Dadurch haben sie wenig Zeit, Inhaltsstoffe und Aromen aufzubauen«, so Tombek. Doch auch bei den in Deutschland angebauten Früchten existieren geschmackliche Unterschiede. Das liegt an den verschiedenen Sorten und daran, wie schnell sie gezogen werden. »Je schneller sie wachsen sollen, desto weniger schmecken sie«, weiß die Expertin. »Am besten schmecken die kleinen Sorten.«

Täglich 10 000 Schritte machen gesund

Jeder gegangene Schritt ist ein Schritt in Richtung Gesundheit. Das ist erwiesen. 10 000 Schritte täglich gelten als Optimum dessen, was man für seine Gesundheit tun kann. Wie erreicht man diese hohe Zahl? Und warum ist regelmäßige Bewegung besonders für Diabetiker so wichtig? Dazu hat die Redaktion der Neuen Apotheken Illustrierten in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Mai 2016 Informationen zusammengetragen.

Niemand muss sein Schrittpensum von heute auf morgen auf 10 000 erhöhen. Besser ist es, sich langsam zu steigern, denn Überforderung führt leicht zu Misserfolg. Das Messgerät für die täglichen Gehstrecken ist der Schrittzähler. Er erfasst jeden Schritt, der gelaufen wird; das Ergebnis lässt sich direkt ablesen. Sinnvoll ist es, die Schrittzahl wöchentlich moderat zu steigern, etwa 500 Schritte pro Woche mehr. Bei der Zahl von 5 000 Schritten pro Tag ist bereits der erste Etappensieg erreicht. Ab dieser Schrittzahl sind bereits positive Auswirkungen auf die Gesundheit nachgewiesen.

Wie lässt sich die Schrittbilanz aufbessern? Jede kleine Gehstrecke zählt. So empfiehlt es sich, statt den Bus zu nehmen zu Fuß zu gehen, am Wochenende einen längeren Spaziergang zu machen, ins Fitness-Studio zu gehen, den Aufzug links liegen zu lassen, die Mittagspause für einen kleinen Imbiss außerhalb des Bürogebäudes zu nutzen oder während Telefongesprächen umherzulaufen.

Bei Diabetikern zeigt sich der Erfolg des vermehrten Gehens oft an ihren Blutzuckerwerten. Gehen macht, wie jede Art von Bewegung, die Körperzellen sensibler für Insulin. Deshalb gelangt mehr Glukose in die Zellen, der Blutzuckerwert sinkt. Doch 10 000 Schritte pro Tag können noch mehr: Sie verringern das Risiko, zu dick zu werden beziehungsweise unterstützen beim Abnehmen.

Wer Probleme mit dem Gehen hat, kann auf andere Bewegungsarten ausweichen. Am besten eignen sich alternativ Schwimmen oder Radfahren. Zwar lassen sich damit keine Schritte zählen, der positive Effekt für die Gesundheit ist jedoch auch hier gegeben.

15.4.2016, Den Blutzucker im Gleichgewicht halten

Mitunter fährt der Blutzucker Achterbahn. Dann ist eine genaue Analyse notwendig, warum er sich nicht in stabilen Bahnen bewegt. Denn die Schwankungen bereiten Stress und schädigen auf die Dauer die Blutgefäße. Die Neue Apotheken Illustrierte nennt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. April 2016 die häufigsten Gründe für das Auf und Ab des Blutzuckers.

Der typische Achterbahntag eines Diabetikers sieht wie folgt aus: Morgens einen hohen Zuckerwert gemessen, etwas zu viel Insulin gespritzt, kurz nach den Frühstück unterzuckert, zu viel dagegen gegessen, eine Stunde später wieder zu hoher Wert, wieder Insulin gespritzt, rein in den nächsten Unterzucker, und so geht es weiter.

  • Das lässt sich nur verhindern, indem der Betroffene gelassen bleibt und nicht zu früh gegen hohe Werte anspritzt. Also abwarten, solange das zuletzt gespritzte schnell und kurz wirksame Insulin noch wirkt (bis zu vier Stunden). Sinkt der Blutzucker bis dahin nicht, für die nächste Mahlzeit einen Korrekturfaktor einberechnen. Wer stets gegen hohe Werte spritzt, solange die letzte Insulingabe noch vorhanden ist, "schießt" sich immer wieder von Neuem in eine Unterzuckerung.
  • Auch zu niedrig dosiertes Basalinsulin sorgt im Laufe des Tages für tendenziell immer höhere Werte nach den Mahlzeiten. Ein Basalratentest kann hier weiterhelfen.
  • Hohe Werte können die Folge von zu vielen Kohlenhydraten sein. Aber auch Eiweiß und Fett treiben den Blutzucker in die Höhe. Bei Letzteren ist das erst Stunden nach dem Essen der Fall, sodass die Zusammenhänge oft übersehen werden.
  • Zudem bringen Infekte ungeahnte Blutzuckerhochs mit sich. Achterbahn fährt der Stoffwechsel, wenn es sich um einen Magen-Darm-Infekt handelt. Er fördert die Ausschüttung von Stresshormonen, die Insulin entgegenwirken und den Blutzucker steigern. Erbrechen und Durchfall sorgen für einen raschen Blutzuckerabfall.
  • Bei einer Extraportion Stress oder starker körperlicher Arbeit mobilisiert der Körper Stresshormone. Dann steigt der Blutzucker an, obwohl er durch Bewegung eigentlich sinkt.
  • Alte Basalinsuline, die sogenannten NPH-Insuline, haben keinen gleichmäßigen Wirkungsverlauf. Gerade nachts können sich während ihres Wirkmaximums Unterzuckerungen entwickeln. Weil ihre Wirkdauer über Nacht oft nicht ausreicht, können die Zuckerwerte in den frühen Morgenstunden wieder über Gebühr ansteigen, denn in dieser Zeit sprechen die Körperzellen am schlechtesten auf Insulin an.

Diabetiker: Vorsicht mit Schmerzmitteln

Langjährige Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Nierenschädigungen. Besonders Schmerzmittel, auch solche, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, können einer Nierenschädigung Vorschub leisten. Auf was zu achten ist, erklärt die Internistin und Diabetologin Dr. Ingrid Helmstädter in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. April 2016.

»Diabetiker müssen grundsätzlich sehr vorsichtig bei der Wahl eines Schmerzmittels sein«, warnt Dr. Helmstädter. Speziell geht es dabei um Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht steroidalen Antiphlogistika wie Ibuprofen und Diclofenac.

»Die genannten Substanzen mindern ab der ersten Tablette die Nierendurchblutung, wodurch relativ kurzfristig eine schmerzlose Schädigung der Niere eintreten kann. Das führt dazu, dass die Filterleistung der Niere stark abnimmt, ohne dass der Patienten merkt, wie er sich schädigt«, erklärt Helmstädter das Problem. Weiß der Apotheker nicht, dass es sich bei dem Patienten vor ihm um einen Diabetiker handelt, kann er sich nicht warnend einschalten. Der Nierenschaden kann sich überraschend schnell entwickeln.

Helmstädter rät: »Auch wenn laborchemisch noch nichts an den Nieren festgestellt werden kann, sollte man diese Substanzen als gut eingestellter Diabetiker umgehen. Es gibt die Möglichkeit, bei leichteren Schmerzen auf Paracetamol auszuweichen. Bei stärkeren Schmerzen kann man gut mit dem verschreibungspflichtigen Metamizol oder mit zentral wirksamen Schmerzmitteln, den ebenfalls verschreibungspflichtigen Opioiden, behandeln.« Ist der Einsatz von Ibuprofen oder Diclofenac therapeutisch unumgänglich, sollte man die Trinkmenge drastisch steigern.

Kommt das vom Diabetes?

Besonders Diabetiker sollten auch kleinste gesundheitliche Störungen ernst nehmen. Viele Symptome können mit der Krankheit in Zusammenhang stehen. Die Top-5-Alarmzeichen hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. März 2016 zusammengefasst.

1. Magen-Darm-Beschwerden Bei hohen Blutzuckerwerten über 250 mg/dl kann sich eine Ketoazidose entwickeln, eine schwere Übersäuerung des Blutes aufgrund eines Insulinmangels. Eine Ketoazidose bedeutet Lebensgefahr, deshalb bei Symptomen wie Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen immer einen Arzt aufsuchen.

2. Schlechte Stimmung Diabetes kann direkt über hohe Blutzuckerwerte Depressionen verursachen. Damit der Arzt die Chance hat, Zusammenhänge zu erkennen, offen von der eigenen Seelenlage berichten.

3. Sehstörungen Häufig verschlechtert sich das Sehvermögen vorübergehend, wenn ein Diabetiker erstmals Medikamente gegen den hohen Blutzucker bekommt. Stabilisiert sich der Zuckerstoffwechsel, normalisiert sich auch die Sehfähigkeit wieder. Allerdings gilt es, den Blutzucker nicht zu schnell abzusenken, da neben den Augen auch die Nerven Schaden nehmen könnten.

4. Missempfindungen in Füßen und Beinen Am wahrscheinlichsten sprechen diese Symptome für eine Neuropathie. Je früher diese Nervenschädigung angegangen wird, desto besser die Chancen, dass sie sich nicht verschlechtert. Deshalb den Diabetologen bei den geringsten Beschwerden ansprechen.

5. Schwindel, Schwächegefühl, Sprachschwierigkeiten, Koordinationsprobleme, starke Stimmungsschwankungen.

Hinter einzelnen oder mehreren der genannten Symptome kann sich eine Unterzuckerung verbergen. Meist beginnt sie, wenn der Blutzucker unter 70 mg/dl liegt. Gegenmaßnahmen: schnell verfügbares Süßes wie Traubenzucker, Fruchtsaft oder Gummibärchen.

Fragen und Antworten zu Potenzstörungen

Diabetiker sind überdurchschnittlich häufig von Potenzstörungen betroffen, Beschwerden, die von einem Mann nicht leicht zu verwinden sind. Potenzprobleme demontieren das Selbstbild und belasten die Partnerschaft. Doch es gibt Wege aus dem Dilemma. Die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. März 2016 stellt diese vor.

Basismaßnahmen auch gegen Potenzstörungen sind eine gute Blutzuckereinstellung und eine gesunde Lebensführung. Zudem können Medikamente helfen. Mittel der ersten Wahl sind sogenannte PDE-5-Hemmer. Bekanntester Wirkstoff ist das Sildenafil. Die Mittel entspannen die Muskulatur des Penis, indem sie ein bestimmtes körpereigenes Enzym blockieren, die Phosphodiesterase-5 (PDE-5). Eine schlaffe Muskulatur macht nicht etwa einen schlaffen Penis, sondern schafft Platz für die Füllung der Blutgefäße und damit der Schwellkörper. PDE-5-Hemmer sind rezeptpflichtig.

Mit Yohimbin existiert auch ein Präparat pflanzlichen Ursprungs gegen Erektionsstörungen. Seine Wirkung setzt jedoch erst nach zwei bis drei Wochen ein, und es birgt ebenfalls Nebenwirkungen. Deshalb sollte sein Einsatz mit dem Arzt besprochen werden. Yohimbin wird gegen Erektionsstörungen seit Einführung der PDE-5-Hemmer deutlich seltener eingesetzt.

Heute auch eher selten zum Einsatz kommt die Schwellkörper-Injektionstherapie, abgekürzt SKAT, auch als Penisspritze bezeichnet. Dabei wird der Wirkstoff Alprostadil mit einer Nadel in die Schwellkörper gespritzt. Eine Alternative stellt "MUSE" dar, das "Mediacl Urethral System for Erection". Dabei schiebt der Mann ein etwa drei Zentimeter langes Röhrchen in die Harnröhre. Durch Betätigung eines Knopfes gelangt der Wirkstoff an seinen Wirkort.

In bis zu zehn Prozent der Fälle verursacht Testosteronmangel die Potenzstörung. Die Lust auf Sex fehlt dann. In diesen Fällen ist eine Hormonersatztherapie möglich. Anders sieht es bei Männern mit einem altersgemäß hohen Testosteronspiegel aus. Hier hilft Testosteron nicht. Die Nebenwirkungen würden überwiegen.

Diabetes ist auch Hautsache

Diabetiker haben im Allgemeinen eine trockene Haut. Sie bedarf einer konsequenten täglichen Pflege. Die Redaktion der Neuen Apotheken Illustrierten hat in der aktuellen Ausgabe vom 15. Februar 2016 die besten fünf Pflegetipps zusammengetragen.

1. In der Dusche
Zum Duschen am besten Präparate verwenden, die reichlich Feuchthaltefaktoren wie Harnstoff (Urea) enthalten. Diabetiker duschen am besten nur kurz und mit lauwarmem Wasser.

2. In der Badewanne
Ab und zu ein Bad in der Wanne ist auch für Diabetiker möglich. Es darf nur nicht zu häufig sein, da Wasser die Haut austrocknet. Am besten Badezubereitungen mit rückfettenden Badezusätzen verwenden. Und die Wassertemperatur mit einem Thermometer kontrollieren. Diabetiker spüren Hitzeschmerzen oft nicht mehr gut, und sie könnten sich dann Verbrennungen zuziehen.

3. Körperpflege
Tägliches Eincremen dient nicht nur der gezielten Hautpflege, sondern lässt sich nutzen, um die Haut in Augenschein zu nehmen. Besonders die Füße täglich inspizieren. Gibt es kleine Wunden, Risse oder Hornhaut? Diabetiker sind für diese Veränderungen besonders anfällig

4. Gesicht und Hände
Gesicht und Hände gehören zu den Sonnenterrassen des Körpers. Beide bekommen von Kälte und Sonne besonders viel ab. Bei Frost hilft eine Kälteschutzcreme, bei Sonnenschein darf es eine Hautpflege mit Lichtschutzfaktor sein.

5. Intimbereich
Den Intimbereich von Diabetikern täglich mit warmem Wasser reinigen. Intimwaschlotionen lieber nur sparsam verwenden, um die gesunde Bakterienflora nicht zu verändern.

Das gehört für Diabetiker zur Fußpflege

"Würde man bei Diabetikern frühzeitig regelmäßig Nervenfunktion und Durchblutung untersuchen, blieben vielen Patienten Folgeerkrankungen an den Füßen erspart", sagt Christian-Dominik Möller, Chefarzt der Klinik für Diabetologie und Ernährungsmedizin am Bürgerhospital in Frankfurt am Main, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Februar 2016.

Findet Vorsorge gar nicht oder nur lückenhaft statt, nehmen vor allem bei langfristig schlechter Blutzuckereinstellung die Nerven Schaden - eine Neuropathie entsteht. Neben der Nervenschädigung kann auch eine gestörte Beindurchblutung eine Rolle spielen.

Diabetiker können zum Teil selbst beeinflussen, wie es um ihre Füße bestellt ist. "Eine gute Blutzuckereinstellung und die tägliche Selbstkontrolle der Füße bilden die Basis. Regelmäßige Fußgymnastik und Warm-Kalt-Anwendungen setzen Reize, die das Fortschreiten der Neuropathie verlangsamen können", erklärt Möller. Er rät auch zum Einsatz von Franzbranntwein, um die Sensibilität auf Warm- und Kaltreize zu steigern. Bei warmen Fußbädern, Wärmflaschen oder dem Wärmen der Füße an der Heizung müssen Diabetiker mit Neuropathie besonders aufpassen, warnt Möller: "Jedes Jahr habe ich einige Patienten mit Verbrennungen, weil deren Füße Wärme und Hitze nicht mehr unterscheiden können."

Es gibt auch einen vitaminähnlichen Stoff, dessen Einnahme einigen Patienten Linderung verschafft, die alpha-Liponsäure. Nicht allen Patienten hilft diese Substanz, aber einigen doch, so dass die Einnahme über mindestens drei Monate auf jeden Fall einen Versuch wert ist, rät Möller.

Das gilt auch für den Einsatz der sogenannten Hochtontherapie. Während alpha-Liponsäure bis auf weiteres keine Kassenleistung ist, geben ein paar Krankenkassen für das Hochtongerät zumindest einen Zuschuss. Um zu testen, ob man darauf anspricht, empfiehlt es sich, in der Apotheke für einige Wochen ein solches Gerät auszuleihen.

Antidiabetika sind mehr als Zuckersenker

Moderne Medikamente gegen Diabetes sollten heute mehr können, als nur den Blutzucker zu senken. Von ihnen erwartet man, dass sie zusätzlich den Blutdruck, die Blutfettwerte und möglichst auch das Körpergewicht positiv beeinflussen. Außerdem sollen sie Herz und Kreislauf schützen und am besten auch keine Unterzuckerungen auslösen. Was moderne Diabetes-Arzneimittel heutzutage wirklich zu leisten vermögen, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2016 zusammengefasst.

Zu den Arzneistoffen mit Mehrfachwirkung in der Diabetestherapie gehören Metformin, sogenannte GLP-Hemmer und die SGLT-2-Hemmer. Einen Alleskönner unter den Arzneistoffen gibt es jedoch auch heute noch nicht.

Metformin ist eine seit Jahrzehnten erprobte Substanz, dennoch hochmodern. Sie senkt nicht nur den Blutzucker, sondern sorgt auch dafür, dass das Gewicht etwas sinkt, Herz und Kreislauf positiv beeinflusst werden und keine Unterzuckerungen auftreten.

Zu den neueren Errungenschaften in der Diabetestherapie gehören GLP-1-Hemmer wie Liraglutid. Seine herausragende Eigenschaft ist, vorzüglich bei der Gewichtsabnahme zu helfen. Zudem senken GLP-1-Hemmer neben dem Blutzucker auch ein wenig den Blutdruck. Unterzuckerungen treten in aller Regel unter diesen Arzneistoffen nicht auf.

Neu im Apothekenregal sind auch die sogenannten SGLT-2-Hemmer. Neben der zuverlässigen Blutzuckersenkung – ohne Unterzuckerungen hervorzurufen – ist eine Gewichtsabnahme wahrscheinlich, ebenso sinkt bei vielen Patienten der Blutdruck. Ein Arzneistoff aus der Gruppe der SGLT-2-Hemmer, Empagliflozin, verfügt über einen zusätzlichen Pluspunkt: Es beeinflusst Herz und Kreislauf nicht nur positiv, sondern verringert nachgewiesenermaßen die Sterblichkeit. Ein derartiger Nachweis ist bislang nur für Metformin gelungen.

Diese neueren Arzneistoffe inklusive Metformin scheinen den älteren Sulfonylharnstoffen den Rang abzulaufen.

Spickzettel für Diabetesmedikamente

Es gibt viele Möglichkeiten, die hohen Blutzuckerwerte von Diabetikern medikamentös in den Griff zu bekommen. Doch nicht jeder Arzneistoff ist für jeden Diabetiker geeignet. Die verschiedenen Profile der unterschiedlichen Arzneistoffklassen hat die Redaktion der Neuen Apotheken Illustrierten in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Dezember 2015 zusammengestellt.

So bietet die Neue Apotheken Illustrierte einen Einblick in das Wirkspektrum folgender Arzneistoffe beziehungsweise Wirkstoffklassen:

  • Metformin
  • Sulfonylharnstoffe
  • Alpha-Glukosidasehemmer
  • Glitazone
  • Gliptine
  • SGLT-2-Hemmer
  • Insulin
Im Prinzip geht es darum, dass modernere Präparate viel mehr können, als nur den Blutzucker zu senken. Sie können mitunter auch den Blutdruck, die Blutfette und das Körpergewicht positiv beeinflussen. Außerdem haben sie Zusatzeffekte auf Herz und Kreislauf und haben keine Neigung, in Unterzuckerungen zu führen. Die Neue Apotheken Illustrierte führt aus, welcher Arzneistoff was kann.

Präsente mit Mehrwert

Die Neue Apotheken Illustrierte zeigt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Dezember 2015, welche Weihnachts- oder auch Geburtstagsgeschenke für Diabetiker besonders sinnvoll sind, vom Apotheken-Check-Tag bis hin zur neuen Waage.

Apotheken-Check-Tag:
Apotheken bieten heute viele Tests an, die Auskunft über bestimmte Blutwerte und über den Blutdruck geben. Ein Gutschein über einen solchen Apotheken-Check-Tag bringt Freude und Gesundheit.

Entsafter:
Gemüse ist gesund, das gilt besonders für Diabetiker. Gemüsemuffel kommen den Pflanzen vielleicht näher, wenn sie nur den Saft davon genießen. Mit einem Entsafter ist jede Mischung möglich.

Fahrtengutschein:
Ein Fahrtengutschein für notwendige Arztbesuche, den man sich zum Beispiel vom Enkel, dem Sohn oder der Tochter schenken lassen kann, nimmt die Sorge, wie man den Weg zum Arzt schaffen kann.

Gesundes für die Füße:
Diabetikerfüße brauchen regelmäßig Pflege, und zwar mit Utensilien, die die Füße nicht verletzen, also einer Feile statt einer Schere zum Kürzen der Nägel und einen Bimsstein statt einen Hobel, um überschüssige Hornhaut loszuwerden. Ein für Diabetiker geeignetes Nagelpflegeset kann man sich zum Beispiel in der Apotheke zusammenstellen lassen.

Blutzucker-Teststreifen:
Eine Packung Teststreifen auf dem Wunschzettel ist eine Alternative, um das Selbstmessen auch dann nutzen zu können, wenn man die Streifen nicht von der Krankenkasse erstattet bekommt.

Waage:
Eine Waage, die nur das Körpergewicht angibt, ist gut. Eine Variante, die das Körperfett gleich mitbestimmt, ist noch besser.

Lecker essen mit Ballaststoffen

Ballaststoffe sind alles andere als überflüssiger Ballast. Studien belegen, dass sie besonders die Gesundheit von Diabetikern unterstützen. Wie man Ballaststoffe einfach und dennoch lecker in die täglichen Mahlzeiten einbaut, zeigt die Redaktion der Neuen Apotheken Illustrierten in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. November 2015 anhand von drei Rezepten.

Ballaststoffe sättigen, ohne dick zu machen, sie sorgen für eine gesunde Verdauung, sie verzögern die Aufnahme von Zucker ins Blut und sorgen damit für einen stabilen Blutzuckerspiegel. Mindestens 30 Gramm Ballaststoffe sollte man täglich aufnehmen. Für Diabetiker empfehlen Ernährungsexperten sogar 40 Gramm.

Das hört sich nach viel an; doch mit den richtigen Lebensmitteln lässt sich diese Menge gut erreichen. Zu den Hauptquellen für Ballaststoffe zählen Vollkornerzeugnisse, Müsli, Haferflocken, Hülsenfrüchte, viel Gemüse, Beeren und Nüsse. Wie man damit lecker kochen kann, führt die Neue Apotheken Illustrierte anhand von drei Rezepten vor. So steht ein Bunter Gemüse-Quiche, ein Gemüse-Eintopf mit Petersilien-Pesto und ein Beerensüppchen mit Buttermilch-Nocken auf dem Programm. In einfachen Schritten wird erklärt, wie auch Ungeübte die Speisen zubereiten können.

Gesundheitstipps





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